Ich habe schon vereinzelt über mein Berufsleben gebloggt, allerdings immer so, dass man es möglichst nicht zurückverfolgen kann oder sich die richtigen Leute falsch verstanden fühlen. Allerdings war diese Woche und die Woche davor und auch die nächsten Wochen sehr anstrengend und wir arbeiten alle nur für den Sonnenaufgang.
Der Soundtrack der Woche war eigentlich von Daft Punkt „Technologic“, weil am Ende habe ich mit nichts anderem zu tun. Vielleicht häng ich die Branche irgendwann an den Nagel, geh in den Wald und schnitze Stühle, aber bis dahin „Surf it, scroll it, pose it, click it“.
Irgendwo in meinem überladenden Hinterkopf, den dem 24/7 kleine Gnome versuchen, die Gedanken und Erinnerungen zu ordnen und zu verbinden, während ich neue Mails lese und Meetings halte, hatte ich etwas aus der taz liegen, das sich kritischer mit stumpfer Arbeit auseinander gesetzt hat. Allerdings, der zuständige Gnom hatte noch eine Kiste auf diese Gedanken gestellt, da kam ich nicht dran.
Eine von mir hoch geschätzte Kollegin aus der Musik-Abteilung hat mir dann folgendes Video zugeschickt: Weiterlesen…
Damals hatte ich Flock installiert um meine Flickr-Bilder vernünftig hochzuladen. Allerdings hatte ich bereits das ein oder andere Problemchen mit Flock: das deutsche Wörterbuch verschwindet, deutsche Lokalisation dauert oder ist für Flock 2 noch nicht in Sicht.
Seit ein paar Wochen kann man gar keine Bilder mehr mit Flock hochladen seit Flickr die API verändert hat. Das Problem ist bekannt und auch hoch priorisiert, allerdings ist noch kein Patch in Sicht. Auch blöd, dass ich keine Videos zu Flickr hochladen kann mit Flock. Flock stinkt.
UPDATE: Flock hat das Problem wohl endlich gelöst. Allerdings habe ich nicht wirklich gemerkt, dass es ein Client-Update gab. Das lässt nur den Schluss zu, dass es Flock-Server-Komponenten gibt. Eigentlich hat niemand wirklich erklärt, wie der Flickr-Upload bei Flock funktioniert.
UPDATE 2: Es gab tatsächlich ein Update auf Flock 1.2.6 (Release Notes), in der Probleme mit WordPress und Flickr gefixt worden sind. Derzeit scheint auch das nächste Update auf 1.2.7 in der Queue zu liegen, in der Probleme mit YouTube, Twitter und Gmail gelöst sind. Zusätzlich kommt AOL Webmail und Pownce neu hinzu.
Ich habe kürzlich auf YouTube einen sehr schönen Kanal gefunden, auf dem zwei Typen (Alex und Jim) in drei bis fünf Minuten Länge Videos produzieren und hochladen. Alex kommt aus Deutland, Jim aus… irgendwo aus USA halt. Und dort werden einzelne Aspekte der deutschen und amerikanischen Kultur und des Alltags beleuchtet und Unterschiede besprochen.
Gut für Leute, die einen längeren Aufenthalt in Nordamerika geplant haben oder für Frauen, die einen Freund in den USA haben, der möglicherweise bald nach Deutschland kommt… und hier bleibt… oder so.
Jetzt konnte ich auch endlich mal ein Street View Auto live entdecken, wenn auch mit Abdeckung über der Kamera. Zudem hat es auch fein geregnet und es war auf der Autobahn. Heute morgen gegen 9 Uhr auf der A52 zwischen Essen und Düsseldorf.
Ich gehe davon aus, dass das Auto Richtung Düsseldorf fährt und dort die Stadt fotografiert.
Verdammt, jetzt hab ich’s zu spät gemerkt: Katja, das blonde Alien ist umgezogen. Eigentlich hat sie sich von der wordpress-Subdomain emanzipiert und ist jetzt unter www.das-blonde-alien.de zu erreichen. Meine Blog-Roll ist schon angepasst. Und das beste ist: Die Traumfrau aller Nerds hat auch noch einen sexy Podcast.
Der Community-Browser Flock hat eine neue Minor-Version. Nach nur einigen Wochen kam auch schon die deutsche Lokalisierung. Scheinbar ist englisch sofort bereit, spanisch katalanisch und vielleicht französisch kommt gleich danach und deutsch ist die böse Sprache.
Was die Versionsnummer ausmacht? Es gibt jetzt auch Unterstützung für Webmail-Accounts von Yahoo! und Gmail. Und man kann Bilder jetzt auch zu Picasa hochladen.
Ich verwende Flock immer noch gerne zum bloggen und zum Hochladen von Bildern. Flock ist das beste Programm nach dem offiziellen Flickr-Uploader. Was allerdings immer noch nicht funktioniert ist das übliche: WordPress darf sich die Login-Daten nicht per Cookie merken, das deutsche Wörterbuch ist nicht enthalten und wird regelmäßig deaktiviert, die eingebaute Update-Funktion funktioniert nur wenn man viel Glück hat.
Arg! Ich schreibe eine Mail mit Anhang an einen Freund, geht nicht. Grmpf. Ich geh in die Inbox, geht nicht. Arrr. Ich lade die Seite neu: Nicht wohlgeformtes XML! Arg!! Und schließlich das:
Adios, Telekom, ich habe fertig! Meine Odyssee hat ein Ende. Alles fing an, dass ich Mitte letzten Jahres mein DSL von GMX/1&1 zur Telekom wechseln wollte um alles aus einer Hand zu haben und mein Telefontarif auch aktuellen Standards entspricht. Aus dieser Geschichte habe ich folgende Dinge gelernt:
Niemals wechseln, wenn es nicht unbedingt sein muss
Wer wechseln will, wird den Service verlieren; lückenlose Übernahme ist ein Ammenmärchen
Es wird schlimmer, bevor es besser wird
Die Menschen an der Hotline sind auch nur Menschen
Was habe ich gebraucht um zu solch einer Erkenntnis zu kommen? Nicht viel…
Zwei Monate kein Internet
Vier Tage kein Telefon
6 Auftragsbestätigungen der Telekom
Zwei Einschreiben mit Rückschein mit Widersprüchen
Ein Einschreiben mit Rückschein an René Obermann wegen Beschwerden
Ein Brief an „Happy Digits“ wegen nicht gewünschter Kundenkarte
Eine Mail an die c’t-Redaktion, „Vorsicht Kunde!“
12 Telefonate mit den Hotlines von Telekom und Arcor
3 Besuche im T-Punkt und zwei im Arcor-Shop
Fünf Monate nur Spaß und Unterhaltung
Die gesamte Geschichte werde ich hier chronologisch aufbereiten. Im Prinzip ist es eine art Soap-Opera – man weiß nie ob die Story nicht weitergeht und ein totgeglaubter plötzlich wieder unter der Dusche auftaucht.
Na super: Ich habe kein Internet mehr. Genauer: Mein DSL ist gekündigt.
Mehr oder weniger fing alles am Anfang des Jahres an. Der Telefontarif der Deutschen Telekom war uralt. Ein XXL-Tarif von 2000 sollte in einen guten, preiswerten aktuellen Tarif geändert werden. Ging nicht! Der Vorgang fiel dreimal unter den Tisch, dann habe ich aufgegeben.
Dann wollte ich im September den DSL-Tarif von GMX auf T-Online umstellen um alles bei der Telekom zu haben. Dumme Idee. Ich war im T-Punkt, wir haben angerufen und viermal DSL bestellt. Statt sofort zu sagen, dass es nicht geht, muss ich nochmal anrufen und fragen. Warum kann ich nicht einfach wechseln? Weil GMX „auf dem Port“ sitzt. Warum kann die Telekom nicht mit GMX reden? Weil sie auch mit mir nicht reden kann.
Nun habe ich GMX zu heute gekündigt und die Telekom hat mich bis heute nicht angebunden. Ergo kein DSL. Scheiß Leben.
Eigentlich achte ich nicht auf die Links im gmail-Account, die in der WebClip-Zeile angezeigt werden. Es sind abwechselnd Nachrichten und Werbe-Links. Wie zum Beispiel zu dem Dienst, den ich jetzt beschreiben möchte. Er wirbt damit, meine Nachbarschaft besser kennenzulernen.
Alles fängt harmlos an: Es gibt eine bunte Webseite mit einem Formular, mit dem man augenscheinlich suchen soll. Ich möchte nicht ganz so viel von mir preisgeben, also erstmal nur die Postleitzahl. Dank AJAX kommt dann auch flux meine Stadt ins Formular. Reicht ihm nicht, er möchte auch Straße und Hausnummer. Gut, auch noch eingetippt. Geburtsdatum? Naja, meinetwegen. E-Mail-Adresse? Wofür denn jetzt, ich will doch nur Nachbarn suchen…? OK, es gibt AGBs und Datanschutz-Erklärung, also noch meine Spam-Adresse angegeben.
Bekomme ich jetzt Nachbarn zu sehen? Natürlich nicht. Und warum? Ich bin so mutig zu behaupten, es kommt dem Dienst gar nicht darauf an. Gar nicht groß versteckt direkt auf der Hauptseite steht, dass der Dienst 14 Tage kostenlos ist und danach 9 Euro monatlich für 24 Monate fällig werden. Kurz gerechnet: 216 Euro, cash in die Tesch.
Ich habe immer noch keine Mail bekommen, aber jetzt ist die zumindest schonmal im Spam-System drin. Die Datenschutzbedingungen zitieren einschlägige Disclaimer mit Bezug auf die deutschen Gesetzesbücher Teledienstdatenschutzgesetz und Bundesdatenschutzgesetz. Ein paar Seiten weiter im Impressum habe ich ein leichtes Deja Vu. Der Dienst wird von der netsolution FZE in Dubai (Postfach 4404 in den Twintowers) betrieben und eine schweizer Firma in Ascona macht die technische Umsetzung. Mit deutschem Datenschutz und „.net“-Adresse.
Witzig ist die Wiederrufsbelehrung in den AGBs. Man hat den Wiederruf in Textform zu richten an: (Anschrift in Dubai), (Anschrift in der Schweiz), (E-Mail in der Schweiz). Ah, das hört sich einfach an. Schreibe ich die in Dubai an oder eine Mail in die Schweiz? Egal… Das Widerrufsrecht erlischt ohnehin (laut AGB) wenn ich den Dienst genutzt habe. Ich bin kein Jurist, aber das ist nicht ganz im Sinne des Erfinders. Und dann diese Templates… „Sämtliche datenschutzrechtlichen Gesetze und Bestimmungen werden von (Name des Nachbarschaftsdienstes) genauestens befolgt.“
Bleibt mir nur, alle Leute zu mahnen und zu warnen, aufmerksam das Kleingedruckte zu lesen. Dann müsst ihr euch nicht in einschlägigen Foren wiederfinden: