Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

DVB-T2 Umstellung in Deutschland

Posted by Florian - 31. März 2017

Seit der Einführung von DVB-T, dem digitalen TV-Empfang über die Hausantenne, ca. 2006 hat sich einiges getan, vor allem an der Übertragungstechnik. Hauptvorteile bei DVB-T damals waren, dass man das verrauschte analoge Signal gegen rauschfreie, digitale Bilder getauscht hat und mehr Sender pro Kanal übertragen konnte. Statt fünf oder sechs Sender bekam man etwa 20 Sender, öffentlich-rechtlich und private wie RTL und Pro7. Die privaten Sender waren seit den 1980’ern bereits auf der Antenne empfangbar und haben sich hauptsächlich durch Werbung finanziert. Damals gab es noch so wenig Werbung, dass man Spiele wie „Pronto Salvatore“ einschieben musste um Werbeplätze zu füllen. Heute kann es nicht genug Werbung geben.

DVB-T ist seit Ende März 2017 abgeschaltet und nach etwa 10 Jahren gibt es jetzt den neuen Standard DVB-T2. Dies beinhaltet neue Standards, die noch mehr Bildqualität versprechen und mit konkurrierenden Anbietern auf Kabel und Satellit gleichziehen. Alle Sender sind nun in HD empfangbar. Wobei der Marktanteil von Empfang über Antenne etwa bei 10% liegt im Gegensatz zu 40% jeweils bei Kabel und Satellit. Hat man sich damals einen neuen Fernseher gekauft oder eine sogenannte Settop-Box, so muss man jetzt wieder in den Laden laufen und wieder Geld auf den Tisch legen. Oder muss man? Hier ein paar Alternativen zu DVB-T2.

Alternative 1: Kabelfernsehen

Zunächst einmal das gute Kabelfernsehen. Hier bekommt man für 17€ bis 25€ eine sehr große Anzahl an Sendern, viele davon auch in HD. In vielen Haushalten ist das keine Frage, da der Vermieter hier bereits die Infrastruktur gelegt hat und der Kabelanschluss gezahlt werden muss. Hat man keinen Kabelanschluss im Haus, wird die Diskussion mit dem Vermieter nötig. Ergo: Wer Kabel hat, nutzt es, wer kein Kabel hat wird es auch so schnell nicht nutzen können.

Alternative 2: Satellitenempfänger

Satellitenempfänger lassen sich meist schnell und einfach auch in einer Mietwohnung installieren. Gerade wenn man ausländische Sender empfangen möchte, bietet es sich an. Antenne und Reciever sind mit etwa 150€ zu taxieren, zusätzlich 150€ für den Aufbau. Also unterm Strich 300€, dazu kommen ca. 70€ im Jahr wenn man die digitalen, privaten Sender wie RTL und Pro7 schauen möchte. Hierzu benötigt man eine HD+ Karte, die man in den Reciever stecken muss.

Alternative 3: Internet TV

Gibt es da nicht etwas mit Internet? Die großen Internet-Anbieter Telekom und Vodafone bieten seit geraumer Zeit IPTV an, das ist digitales Fernsehen übers Internet. Das Bild ist gestochen scharf, man kann auf die eingebaute Festplatte aufnehmen oder in der Mediathek Filme ausleihen. Telekom bietet aktuell für sein Entertain TV eine Gutschrift für das erste Jahr an, regulär kostet das Paket 10€ mit 20 HD Sendern oder 15€ mit 45 HD Sendern. Vodafone TV liegt genau in der Mitte mit 80 Sendern, davon 28 in HD, für 9€ im Monat. Wenn man seinen Internet-Anschluss bei Vodafone oder Telekom hat, kann IPTV einfach dazu buchen, wechselt man den Anbieter können gegebenenfalls noch Zusatzkosten hinzukommen. Es gibt auch weitere Anbieter, die Fernsehen über das Internet streamen, zum Beispiel Zattoo, MagineTV oder waipuTV. Die Kosten variieren hier pro Anbieter und sind knapp 10€ im Monat.

Umstieg auf DVB-T2 HD

Was machen wir mit Oma? Sie hat kein Internet, das Haus hat kein Kabelfernsehen und Satellitenempfänger will sie nicht. DVB-T hat ihr gereicht um die Gerichtssendungen auf RTL und Sat1 zu schauen. Jetzt zeigt der Fernseher nur noch schwarzes Bild. Also muss man in den Laden laufen und DVB-T2 kaufen, auf bekannt als Freenet TV. Der Name hier ist allerdings ein Euphemismus, Free bedeutet hier mitnichten kostenlos. Wir zahlen für Werbefernsehen. Immer. Überall.

Egal ob man sich einen Reciever oder direkt einen neuen Fernseher kauft, man muss auf die Symbole achten. DVT-T2 HD erkennt man am neuen, grünen Logo. Das Video wird mit HEVC bzw. H.265 kodiert. Dies ist in Deutschland besonders, möchte man mit dem Reciever auch nach Österreich oder andere Nachbarländer, sollte der auch H.264 unterstützen. Der Reciever muss zusätzlich auch freenet unterstützen, sonst bleibt man auf öffentlich-rechtliche Sender beschränkt. freenet verschlüsselt die privaten Sender und für das Entschlüsseln sind ca 6€ im Monat fällig. Der neue Reciever wird mit etwa 80€-100€ zubuche schlagen, kann dafür aber auch je nach Ausführung Programme auf USB aufnehmen und wiedergeben. Ideal wenn man den Tatort man eben pausieren möchte um in die Küche zu gehen.

Vor- und Nachteile

Egal was man macht, man muss pro Fernseher bezahlen. Kabelfernsehen im Wohnzimmer und kostenfreies DVB-T im Schlafzimmer funktioniert jetzt nicht mehr. IPTV ist kostengünstig, dafür sollte das Internetkabel aber beim Fernseher liegen. Freie Anbieter wie Zattoo streamen auch per Wifi auf das Handy, zur Anzeige auf dem Fernseher benötigt man zusätzlich einen Amazon FireTV Stick oder Google Chromecast für jeweils ca 40€. Möchte man mobil sein, etwa im Garten oder Wohnwagen fernsehen, bietet sich DVB-T2 HD oder eine Satellitenanlage an, hier ist wie gesagt pro TV ein Reciever und eine monatliche Gebühr zur Entschlüsselung nötig.

Die günstigste Lösung

Wenn man nur öffentlich-rechliche wie ARD, ZDF, Ki.Ka oder arte schauen möchte, zahlt man am wenigsten. Sind Internet und PC oder Smartphone verfügbar, können die Kanäle über die App oder Webseite des Senders kostenlos gestreamt werden. Ausgewählte Beiträge sind auch in der Mediathek später nochmal zum anschauen. Hat man keinen Chromecast oder FireTV-Stick, werden hier 40€ einmalig nötig um die Sender auf den Fernseher zu streamen.

IPTV
Telekom Vodafone
Entertain TV Entertain TV Plus Vodafone TV
100 Sender (20 HD) 100 Sender (45 HD) 80 Sender (28 HD)
10 € mtl. 15 € mtl. 9€ mtl.

Hat man kein Internet aber hätte gern als eines, sind Telekom und Vodafone die Anbieter der Wahl. Wer nur fürs Fernsehen jetzt Internet bestellt, wird aber unnötig viel zahlen. Zusätzlich zum IPTV für etwa 10€ kommen nämlich noch die Kosten für das Internet mit etwa 30€ im Monat. Satellit oder Kabel bietet sich je nach Wohnung an oder auch nicht, die Kosten sind hier mit 20€ im Monat (inklusive Geräte und Installation) vergleichbar.

Möchte man mobil sein, kein Internet haben, dann fährt man den DVB-T2 HD Zug: Reciever für 80€ bis 100€ oder (wenn der Fernseher den DVB-T2 Standard versteht und eine CI+ Karte aufnehmen kann) 70€ für das CI+ Modul. Dazu kommen 6€ im Monat für die Entschlüsselung der privaten Sender. Wie gesagt: Wichtig ist es, hier nicht nur auf das DVB-T2 HD Logo zu achten sondern auch auf freenet wenn man private Sender empfangen möchte.

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Good Bye, Ingress – Ein Jahresrückblick

Posted by Florian - 31. Oktober 2014

Ingress ist ein Augumented Reality Game mit sozialem Bezug. Dies ist ein Jahresabschluss und ein Resumée. Ich danke allen, die mich unterstützt und kennen gelernt haben. Ich bin etwa 3200 km gelaufen, habe Schuhe zerschlissen, Blasen und Muskelkater bekommen. Diese Distanz entspricht ungefähr einer Wanderung von meiner Wohnung bis Agadir in Marokko; laut Google dauert der Weg 639 Stunden, also vier Wochen ununterbrochen laufen.

November 2013

Ich habe angefangen. Wohin die Reise führt, habe ich damals noch nicht geahnt. Die Applikation sah nicht besonders aus. Was mich fasziniert hat ist, die Welt zu bereisen um das Spiel zu spielen. Die Fraktion habe damals ich anhand meiner Einstellung gewählt: Ich bin dagegen, also „Resistance“. Fortan war ich blau. Von dem Spiel habe ich vorher allenfalls von heise.de hehört, ansonsten hätte ich meinen Spielernamen „GreenOyster“ nochmal überdacht. Als ich Level 5 war, habe ich gemerkt, dass der Name schwierig ist wenn der Gegner grün ist. Ich lüfte ein gut gehütetes Geheimnis: Der Name ist kompletter Zufall und hat nichts mit grün oder blau zu tun.

Die erste Zeit habe ich hauptsächlich in Düsseldorf (Arbeit) und Duisburg (Wohnen) meine Erfolgspunkte (AP) gemacht. Ich war glücklich wenn ich ein Portal zerstört oder eingenommen habe. Ansonsten blieb mir nur hacken und rechargen. Damals hatten wir ja nichts, noch nicht einmal Kapseln.

Damals habe ich meine Freundin noch für Ingress begeistert. Sie hatte tatsächlich auch Elan entwickelt nachdem sie es selbst ausprobiert hat. Auf meinem Client sah es einfach sehr langweilig aus und ich kann es auch schlecht erklären.

In Duisburg Neumühl habe ich also meine ersten Felder gezogen. Es war eine schöne Zeit.

Dezember 2013

So langsam wurde ich Level 7. Damals gab es nur acht Level. Die achter Farm in Duisburg Ruhrort wurde interessant für mich und Mecasu hat mich unterstützt auf meinem Weg zu Level 7. Irgendwann habe ich auch gemerkt, dass es ok ist wenn der Gegner die eigenen Portale und Felder zerstört. Man muss Felder bauen um Mind Units (MU) für die eigene Fraktion zu punkten. Als kleiner Level habe ich mich noch tierisch geärgert.

Januar 2014

Ich wurde Level 8 und aufgenommen in die Community in Duisburg. Meine erste 8er Farm war in Duisburg Mattlerbusch. Das erste mal, dass ich tatsächlich mit mehr als einem oder zwei Ingress Spielern unterwegs war. Und ich habe gemerkt, dass der soziale Aspekt nicht zu unterschätzen ist.

Von da an waren solche Events mindestens zweimal im Monat ein Treffpunkt. Zwischendurch habe ich meinen Stadtteil auf blau gehalten und mich mit nahe liegenden Agenten (Spielern) ausgetauscht und deren Portale unterstützt. Nebenbei habe ich meine damalige Freundin unterstützt, die noch Level 6 werden musste.

Februar 2014

Neben Duisburg Ruhrort gab es eine weitere wichtige Fram für mich: Herten. Ich habe immer mehr Spieler kennen gelernt und Kontakte aufgebaut. Ein paar von denen spielen leider nicht mehr.

Jetzt gab es auf einmal zwei bis drei Events pro Woche und ich musste es mit Privat- und Berufsleben verbinden, ob ich Zeit hatte. Und ich hatte Zeit. Dinslaken, Herne, Essen, überall war ich gerne dabei.

Spieler phoneo hat meinen kompletten Stadtteil zerstört. Bei Aufbau habe ich über 17.000 Mind Units in Feldern erzielt und war ihm dankbar. Da hatte ich dann verstanden, dass Abriss nicht böse ist sondern die Chance, etwas Gutes daraus zu machen.

März 2014

Meine Ex-Freundin und ich haben beschlossen, uns zu trennen und ich bin nach Düsseldorf gekommen. Bemerkenswert finde ist, dass sie nach unserer Trennung noch den Weg von Level 7 auf Level 8 komplett alleine gemacht hat. In Düsseldorf wurde ich von alten Spielern aufgenommen. Die Verbindung mit den Communities hat gut funktioniert. Leider war die gewohnte Event-Dichte in Düsseldorf nicht mehr so groß, weswegen ich für Events noch recht häufig in den Pott gekommen bin.

Zudem kannte mich in Düsseldorf kaum ein Spieler. Das habe ich durch nächtliche Streifzüge dann ausgeglichen. Und was für einen Eindruck ich hinterlassen habe… In den folgenden Wochen habe ich überall alles falsch gemacht was ich konnte. Allerdings ohne Absicht. Falsche MODs in Hilden, Wurstlinks in Pempelfort, Hausportale in Mörsenbroich zerstört. Am Ende des Monats hassten mich alle auf beiden Seiten.

April 2014

Kurzer Urlaub in Hamburg über Ostern. Ich hätte sogar die Beutenmüllers kennen lernen können, was leider aufgrund eigener Fehlplanung nicht geklappt hat. Schade.

Mai 2014

Ode To Joy, eine riesige Aktion, die Felder über ganz Europa legen sollte. Ich war im Feld als Cleaner unterwegs und durfte (gesteuert durch einen Operator) Portale zerstören, dessen Links das Feld verhindert hätten. Ein riesen Spaß, auch wenn leider „unserer“ Link nicht ganz funktioniert hat. Lag nicht an uns.

Nachdem die Community in Düsseldorf etwas schleppend angefangen hat, habe ich einen 8er Bus organisiert. Das Event, dass die Community in Düsseldorf wach gerüttelt hat. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich Biergress an Bord hatte. Die Leute haben ordentlich Party gemacht und ordentlich performt. Respekt! Eigentlich war es geplant, von 21 Uhr bis 2 Uhr durch die Gegend zu fahren. Im Endeffekt habe ich 12 Stunden am Lenkrad gesessen, von 20 bis 8 Uhr. Am Hauptbahnhof habe ich die letzten Spieler abgesetzt und bin in eine Polizeikontrolle gekommen, die mich allerdings ohne Probleme weiter hat fahren lassen. Einer der schönsten Ingress-Momente.

Im Mai wurden Level über acht eingeführt und ich wurde sofort Level 10.

Juni 2014

Level 11. Wieder ein Feld, wieder ein Cleaner. Ansonsten viel Sommer. Die Zeit, die mir eigentlich nicht so gut für Ingress gefällt. Zu hell, zu warm.

Juli 2014

Ich habe meine Kontakte ins Ruhrgebiet weiter ausgebaut über Events und Hangouts (Chats). Mir macht es Spaß, Leute zu treffen und kennen zu lernen. Kapseln wurden eingeführt und man konnte Items einfacher an andere abgeben.

Die Idee zu meinem einjährigen Ingress-Geburtstag kam auf. Manche waren verblüfft, dass ich Events so weit in die Zukunft in Angriff nehme.

Die ersten eigenen Events werden tatsächlich ein Erfolg und Gebiete in Düsseldorf bekommen Portale mit Level acht. Und wir haben Spaß dabei.

Ich bekomme die Eve-Badge für eine Aktion in der Düsseldorfer Altstadt als MrDoomsday und ich neue Spieler rekrutiert haben.

August 2014

Endlich Level 12!! Das war eine Anstrengung, da ich gezielt auf Links und Felder gespielt habe. Dafür habe ich Schlüssel ohne Ende behalten. Zudem habe ich immer auch Schlüssel aus Hilden dabei um die blaue 8er Farm zu laden. Der Decay wurde von 15% täglich auf 33% erhöht, wodurch es schwierig wurde, große Farmen zu halten. Schwierig aber nicht unmöglich!

Ich durfte das Privileg genießen, bei Biergress mitzumachen. Die Truppe, die ich in meinem 8er Bus / Panzer kennen gelernt habe, habe ich dort wiedergesehen.

Helios Anomalie in Rotterdam. Ich hatte nur drei Stunden geschlafen und wurde durch das Event gezogen. Dank guter Unterstützung und Teamgeist hat mein Team von drei Personen jedes Portal jeweils gehalten. Unterm Strich hat die blaue Resistance das Event gewonnen! Yeah!

Ende August haben die blauen in Düsseldorf mal so richtig Gas gegeben und jeden Tag eine 8er Farm gebaut. Das war eine riesen Leistung und danke an alle, die dabei waren.

Erste finanzielle Verluste machen sich bemerkt. Nicht nur, dass ich zwei Anker gekauft habe. Ich muss auch mein Tablett nochmal kaufen, da es auf dem Weg zu einem Event leider zerstört wurde. Glücklicherweise kam da auch ein vernünftiges USB-Ladekabel mit, von denen ich auch schon ein halbes Dutzend verschlissen habe.

September 2014

Nach dem Bier habe ich den Wein kennen gelernt. Zudem haben wir das Nordfriedhof farmen für uns entdeckt und seit dem regelmäßig durchgeführt.

Weitere Düsseldorfer Stadtteile werden aktiv und organisieren sich untereinander und erstellen Events. Meine Vision von einem Düsseldorf nimmt langsam Züge an und funktioniert!

Level 14!! Nachdem ich die nötigen AP auf dem Nordfriedhof nachts um halb zwei erworben habe, habe ich auf der Nordstraße die Medaille für Level 13 gemacht und danach direkt Level 14 bekommen. Warum ich Level 13 übersprungen habe? Weil ich es konnte.

Nachdem die Angriffe auf Hilden zugenommen haben, habe ich zusammen mit anderen verstärkt auf die grüne Farm in Osterath eingeschlagen. Danach hat sich meine Home-Zone geändert, da die gegnerischen Spielern aus Rache meine Portale angegriffen haben, was mich aber nicht weiter gekümmert hat.

Ein Fernseh-Report im WDR von einer Bekannten im Ruhrgebiet hat mich sehr beeindruckt. Vor allem, dass sie mehr Spieler aktiviert hat als ich weiland für die Eve-Badge.

Oktober 2014

Ich habe meine Kontakte regional und überregional weiter ausgebaut. Und ich beschäftige mich sehr gerne mit Menschen und deren Interaktion. Mehr als Level 14 werde ich ohnehin 2014 nicht mehr schaffen ohne meine gewohnte Spielweise zu verlassen, also habe ich mich mehr mit der Community beschäftigt. Private Projekte außerhalb von Ingress nehmen mich mehr in Beschlag, langsam plane ich, bald auszusteigen.

November 2014

Nachdem ich mehrere Dutzend Spieler getroffen und mit ein paar hundert Spielern aktiven Kontakt aufgebaut habe, werde ich Ingress in der Form aufgeben. Das Spiel hat mich persönlich weiter gebracht und mir sehr geholfen. Ich danke allen, die mich unterstützt haben. Vielen Dank für so viel Freundschaft!

Nach einem Jahr werde ich die aktive Zeit nun aufgeben und meine Zeit anders einteilen. Die Zeit mit Ingress habe ich sehr genossen und möchte diese Zeit jetzt für private Projekte nutzen. Ich hoffe, möglichst viele von euch inspiriert zu haben. Und ich hoffe, dass ihr ab und zu mal an mich denkt. Nicht jeder, der Wurstlinks wirft, muss ein Idiot sein. Ich habe ein paar Freundschaften geschlossen, die Ingress wohl überdauern werden. Danke an alle!

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Vodafone am Bahnhof Zoo

Posted by Florian - 10. August 2009

Endlich hat Vodafone es auch geschafft, emotionale Werbung zu erstellen. Die Telekom hat es vorgemacht und Blumen in einer Stadt regnen lassen. Jetzt wird man mit Vodafone zum Held.

Die Musik von David Bowie alleine trägt schon viel Emotion. Die Talking Heads in dem Spot sind allerdings Understatement pur. Man erkennt oder kennt die Personen nicht, wie zum Beispiel Sascha Lobo, Robert Basic und weitere in der Szene bekannte Blogger, Extremsportler Jürgen Mühling, Musiker und Interner-Star Ragnar Sólberg, quasi jede Person in dem Spot ist eine Internetpersönlichkeit.

So findet man natürlich den Weg zum jungen Publikum. Man ist hip, ja fast schon modern. Und man kann ein Held für einen Tag werden. Schöne Musik!

Allerdings peinlich wenn das alte Publikum, so wie ich, den Song kennt. Gerade die Version, in der David Bowie den deutschen Text singt. Dann denkt man auch an Bahnhof Zoo, Prostitution, Drogensumpf und den Ausweg in einer Überdosis. Alles zu sehen „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“, dem Film über das Leben der Christiane F.

Überraschend, dass ein Weltkonzern wie Vodafone das Lied nicht auf diese Referenzen geprüft hat. Oder es ist egal gewesen. Ich weiß zufällig, dass Coca Cola sehr genau auf Zusammenhänge zwischen Musik und Marke wacht und es nicht akzeptieren würde mit Gangster-Rappern Werbung zu machen oder in Zusammenhang gebracht werden möchte.

Am Ende bleibt eine emotionale Internet-Kampagne von Vodafone, die tatsächlich im Jetzt angekommen zu sein scheinen. Hier noch ein wenig „Making-Of„.

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Soundtrack my Life of this Week

Posted by Florian - 14. März 2009

Ich habe schon vereinzelt über mein Berufsleben gebloggt, allerdings immer so, dass man es möglichst nicht zurückverfolgen kann oder sich die richtigen Leute falsch verstanden fühlen. Allerdings war diese Woche und die Woche davor und auch die nächsten Wochen sehr anstrengend und wir arbeiten alle nur für den Sonnenaufgang.

Der Soundtrack der Woche war eigentlich von Daft Punkt „Technologic“, weil am Ende habe ich mit nichts anderem zu tun. Vielleicht häng ich die Branche irgendwann an den Nagel, geh in den Wald und schnitze Stühle, aber bis dahin „Surf it, scroll it, pose it, click it“.

Irgendwo in meinem überladenden Hinterkopf, den dem 24/7 kleine Gnome versuchen, die Gedanken und Erinnerungen zu ordnen und zu verbinden, während ich neue Mails lese und Meetings halte, hatte ich etwas aus der taz liegen, das sich kritischer mit stumpfer Arbeit auseinander gesetzt hat. Allerdings, der zuständige Gnom hatte noch eine Kiste auf diese Gedanken gestellt, da kam ich nicht dran.

Eine von mir hoch geschätzte Kollegin aus der Musik-Abteilung hat mir dann folgendes Video zugeschickt:
Weiterlesen…

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Es wird Frühling

Posted by Florian - 13. März 2009

„Ist das dein Wecker, der da schellt?“ – „Das ist kein Wecker, das ist ein Vogel. Die gibt’s jetzt wieder!“

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5. Philharmonischer Ball in Essen

Posted by Florian - 12. März 2009

Wie kann man einen großen Ball organisieren? In Essen hat man Erfahrung damit. In diesem Jahr fand der fünfte Philharmonische Ball in der Essener Philharmonie statt. Zahlreiche Prominente und Politiker sowie die High Society und der Mittelstand von Essen treffen sich einmal im Jahr in Abendgarderobe und feiern einen rauschenden Abend in Walzer und Swing-Boogie. Insgesamt waren es in diesem Jahr wieder fast 1500 Besucher.

Am 27. Februar 2009 begann der Ball pünktlich um 22 Uhr mit dem Konzert, das nicht durch den neuen Intendanten Johannes Bultmann eröffnet werden konnte, da er mit Grippe im Bett bleiben musste. Auch Michael Kaufmann, der in früheren Jahren immer eröffnete, war aus verständlichen Gründen nicht anwesend. Die Aufregung über seine Absetzung als früherer Intendant hält immer noch an.

Den Auftakt in dieser Nacht um fast 23 Uhr hatten die 80 Debütanten der Tanzschule Lenz – auch ich war damals Debütant, als diese noch von der Tanzschule Overrath gestellt wurden. Weitere Höhepunkte des Abends waren die Tänzer des Grün Gold Bremen und das Tanzpaar Markus Weiss und Isabel Edvardsson.

Weitere Links:

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Herausgewachsen

Posted by Florian - 15. Februar 2009

Dass ich mich entwickle, ist mir etwa im Alter von 7 Jahren aufgefallen. Klar, ich hatte immer neue Worte gelernt und konnte auch immer besser mit den vielen Beinen und Armen umgehen, die zunächst nur in der Nase und im Mund pulen konnten. Allerdings hatte ich in diesem kindlichen Alter zuerst gemerkt, dass ich anders war als noch zuvor. Ich war gewachsen.

Hosen passten nicht mehr und wurden zu klein. Diesen perfiden Schwerz meiner Eltern kannte ich schon. Lieblingskleidung wurde – kaum hatte man sich damit angefreundet – in einen rätselhaften blauen Sack geschmissen und war nie wieder gesehen. Allerdings an diesem Tag, damals in den 1980’ern war es noch anders.

Man vergleicht sich immer mit der Umwelt. Immer; früher, jetzt und auch demnächst! Dieser verdient mehr, jener ist größer, der andere hat einen Scheißjob. Früher verglich ich mich auch mit Nachbarskindern. Man verliert das Interesse an Lego und interessiert sich für Playmobil, danach Matchbox, danach Mickey Mouse.

An jenem denkwürdigen Nachmittag, in der Mitte der 80’er Jahre, hatte ich meine alten Playmobil-Figuren herausgekramt. Und sie sind kleiner geworden. Kleiner! Wie geht das denn? Zu heiß gewaschen wie mein Lieblingspulli? Oder durch verrückte Wissenschaftler geschrumpft wie im Kino? Nach einigem Nachdenken habe ich es endlich im gesamten Ausmaß begriffen: Ich wachse und entwickele mich.

Dieser Schritt in der eigenen Evolution ist jetzt 25 Jahre her. Seit dem habe ich mich mittelmäßig an das Konzept des Entwickelns gewöhnt. Freundschaften können sich entwickeln, Krankheiten, Probleme, Geld, Zukunft, Karriere. Nahezu alles entwickelt sich. Quasi von selbst, da die genauen Zusammenhänge entweder zu einfach oder zu kompliziert sind. Und letztens ist mir aufgefallen, dass sich auch meine Sicht auf Dinge und Standards entwickelt.

War ich früher noch zufrieden, wenn ich im Restaurant eine Bedienung bekam, die mich nicht perdu angesprochen hat, bin ich heute erst zufrieden wenn es eine passable Beratung, angenehmes Ambiente und qualitativ sehr gute Gerichte gibt. Als ich letztens wieder beim Maredo war, gab’s nichts davon. Der hemdsärmlige Stil der Bedienung war dabei am charmantesten. Dass das Steak sein Geld nicht wert war und alle Beilagen zusätzlich zu teuer waren, haben mein Wohlgefühl nicht gesteigert. Für das Geld hätte ich viermal besser bei McDonalds essen können.

Manchmal ist es auch schade, dass man sich entwickelt. Ich wäre gern mit weniger zufrieden.

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Vorreiter-Filiale von McDonalds

Posted by Florian - 19. Januar 2009

Ich werde vielleicht noch darüber bloggen, dass ich mich im Fitness-Studio angemeldet und auf 12 Monate verpflichtet habe. Allerdings kann ich zunächst erzählen, wie es dazu kommen konnte. Trotz besserem Wissens durch „Dokumantarfilme“ wie „Super Size Me“ habe ich dann doch hin und wieder beim Goldenen Emm diniert.

Es ist so einfach, beim Heimweg eben noch im Meckes vom Düsseldorfer Hauptbahnhof einzukehren und für zwei Euro zwei Cheeseburger auf die Kralle zu ziehen. Allerdings hat sich der Preis seit zwei Woche drastisch erhöht! Cheeseburger bei McDonalds im Düsseldorfer Hauptbahnhof kostet 1,10 EUR! Ein Euro zehn!

Das sind immerhin zehn Prozent plus. So ungefähr wie auch mein Plus beim BMI. Hängt das zusammen? Scheibar scheint sich in diesem Meckes noch mehr abzuspielen, so soll es dort auch Menüs geben, die es woanders (noch) nicht gibt. Die „Einmal Eins“ wird bald durch den „Freuro“ ersetzt.

Wer in die Zukunft schauen möchte oder gar die Zukunft verändern möchte, gehe JETZT nach Düsseldorf und mache dort seiner Meinung einen Kanal. Cheeseburger für 1,10 EUR ohne uns!

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Funny Video: Mach’s mit

Posted by Florian - 19. Januar 2009


Outtakes… (3 weitere Videos)

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Deutschland im Schnee, alles kaputt

Posted by Florian - 17. Januar 2009

Bereits seit Anfang des Jahres wussten wir, dass der Winter in Deutschland einbrechen soll. Schauermärchen von 20 Grad Celsius unter Null. Wer soll das denn glauben? Pünktlich zum offiziellen Arbeitsbeginn am 5. Januar fing das Debakel an: 20 Zentimeter Neuschnee in Essen.

Die Straßen konnten nicht rechtzeitig von Schnee und Eis befreit werden. Also gab es keinen öffentlichen Personennahverkehr, keinen Bus und keine Straßenbahn. Kurzerhand bin ich dann zu Fuß zum Hauptbahnhof gelaufen, mit dem Auto zu fahren ist auch keine gute Idee bei dem Wetter. Am Straßenrand festgefahrene LKW. Auf dem Bürgersteig, der meist nur um Personenbreite geräumt war, kam man sich in Kolonnen entgegen. Ab und an gab es auch mutige, die mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Am Bahnhof das gewohnte Bild: Überforderte Bahnangestellte und verspätete Züge. Ich bin schließlich mit einem freigegebenen ICE gefahren, der doppelt so lange gebraucht hat. Alleine 30 Minuten stand der dämliche Zug vor Duisburg.

Einen Tag später gab’s dann die Krönung: Zuerst waren Anzeigen, dass die Züge 30, 60, 70, 90 Minuten Verspätung haben. Also habe ich einfach mal gewartet. Allerdings kamen keine Züge nach Düsseldorf, dazu waren die Stellwerke und Schienen vereist.

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Flock hat Probleme mit Flickr-Service

Posted by Florian - 8. Januar 2009

Damals hatte ich Flock installiert um meine Flickr-Bilder vernünftig hochzuladen. Allerdings hatte ich bereits das ein oder andere Problemchen mit Flock: das deutsche Wörterbuch verschwindet, deutsche Lokalisation dauert oder ist für Flock 2 noch nicht in Sicht.

Seit ein paar Wochen kann man gar keine Bilder mehr mit Flock hochladen seit Flickr die API verändert hat. Das Problem ist bekannt und auch hoch priorisiert, allerdings ist noch kein Patch in Sicht. Auch blöd, dass ich keine Videos zu Flickr hochladen kann mit Flock. Flock stinkt.

UPDATE: Flock hat das Problem wohl endlich gelöst. Allerdings habe ich nicht wirklich gemerkt, dass es ein Client-Update gab. Das lässt nur den Schluss zu, dass es Flock-Server-Komponenten gibt. Eigentlich hat niemand wirklich erklärt, wie der Flickr-Upload bei Flock funktioniert.

UPDATE 2: Es gab tatsächlich ein Update auf Flock 1.2.6 (Release Notes), in der Probleme mit WordPress und Flickr gefixt worden sind. Derzeit scheint auch das nächste Update auf 1.2.7 in der Queue zu liegen, in der Probleme mit YouTube, Twitter und Gmail gelöst sind. Zusätzlich kommt AOL Webmail und Pownce neu hinzu.

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