Der Komponist meiner Kinderserien tot

Hey, hey, Wickie! Hey, Wickie, hey!“ So klang es damals vor etwas mehr als zwanzig Jahren im Ferienprogramm des ZDF. Nur am Rande: Damals hatte ich auch die ersten Auftritte von Anke Engelke und Bastian Pastewka miterlebt.

Aber es geht um jemand anderen: Karel Svoboda. Er begann laut tschechischer Medienberichten Selbstmord und hinterlässt Frau und Kinder. Anfang des Monats veröffentlichte die Prager Zeitung noch einen Bericht über sein Lebenswerk und seine Komponien, die eigentlich alle meine damaligen Kinderserien abdeckt.

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Babybrei für Erwachsene

Heute morgen habe ich am Hauptbahnhof von Düsseldorf eine Gratisprobe in die Hand gedrückt bekommen. Es sah erst aus wie die Frühstücksdrinks aus Fruchtsaft oder Molkedrinks mit lebenden Kulturen. Die Frau sagte mir noch etwas, wie gesund es wohl wäre. Leider hatte ich Kopfhörer in den Ohren und verstand die Hälfte. Eigentlich weniger. Ich nahm’s, dankte fleißig und fuhr weiter zur Arbeit.

Seltsam schon, dass „Knorr“ auf einem Getränk steht. Klingt wie Tütensuppe. Der Aufdruck erschien erst fruchtig, beim Entziffern war es gemischter Gemüse- (Karottensaft) und Fruchtsaft (Apfel und Erdbeere). Die Mischung fand ich vor dreißig Jahren schon vorteilhaft. Man kann’s trinken. Aber bei Licht betrachtet ist es ein Designererzeugnis, das besser aussieht als die angebliche Wirkung. Es deckt die Hälfte des Tagesbedarfs an Gemüse. Zitat der Werbeseiten: KNORR Vie ist ein so genannter Shot: Dieser wird aus konzentrierten Obst- und Gemüsesäften sowie Pürees hergestellt. Zum Wohl!

SELFHTML vor den Trümmern

SelfHTML wollte sich erneuern und es wurde eine zukunftsweisende Vision innerhalb der Redaktion und Entwicklergemeinschaft gesucht. In der Diskussion war unter anderem ein Wiki, mit dem ein Teil der Gemeinschaft testweise gestartet ist. Das ist unter anderem aus technischen Gründen vor die Wand gefahren.

Nach dem Hickhack und Austritt einiger Entwickler haben jetzt auch die Initiatoren Swen Wacker und Stefan Münz aufgegeben. Schade eigentlich! Ich hätte ein Wiki als zukunftsträchtige Form gesehen, die offen für alle eine aktuelle Dokumentation von HTML, CSS und JavaScript bieten kann.

Möglicherweise ist der Austritt von Münz und Wacker ein Weckruf an die aktiven und ehemaligen Mitglieder, sich im Sinne der Gemeinschaft zu einigen und das Projekt aus dem Schlamm zu fahren. Wünschenswert wäre es.

Der Bahn wird’s zu kalt

Nachdem es in Deutschland friert und in Teilen Deutschlands Schnee fällt, hat die Bahn eine weitere Ausrede gute Erklärung für ihre Verspätungen. Für den Weg, der mich normalerweise 90 Minuten kosten würde, darf ich gut und gerne 120 Minuten und mehr einplanen.

Ich bin aber auch zu hart. Orkan Kyrill ist nicht lang her, da kommt jetzt noch Schnee und Glatteis. Fahrer mit Sommerreifen steigen auf die Bahn um, es türmt sich im Berufsverkehr und dann fallen noch die Loks aus. Man kann doch nicht ahnen, dass es im Januar schneit!

Gut, ich habe es selbst nicht geglaubt. Vor zwei Wochen konnte man noch im T-Shirt vor die Tür gehen bei teilweise an die 15 Grad im Schatten.

Der Kyrill-Faktor

Ich wurde gewarnt. Ich kann nicht sagen, dass ich nicht gewarnt wurde. Es würde ein Orkan kommen. Aber was heißt das schon?

Um 14:00 Uhr war draußen noch alles normal. Es zog ein Wind, aber der war nicht ungewöhnlich. Gegen 15:00 Uhr hätte ich lesen können, dass erste Bahnverbindungen zusammengebrochen sind. Gegen 17:00 Uhr habe ich dann wie gewohnt die Arbeit verlassen und bin den Weg nach Hause angetreten.

Am Hauptbahnhof in Düsseldorf habe ich um 17:20 Uhr dann nicht nur meinen Kollegen getroffen, der früher ging als ich, sondern noch ungefähr 800 bis 1000 andere Personen. Sie liefen wild durcheinander, starrten auf die große Anzeige im Foyer, kamen vom Gleis oder standen am Service Point. Spätestens da war mir klar: Ich wurde gewarnt.

komplettes Chaos In diesem Chaos gingen wir erstmal herrlich was schlemmen bei Micky D., wo ich auf unseren Bundestrainer Joachim Löw traf. Wenn Ballack dafür Werbung macht, darf Jogi auch einen Burger futtern. Überrascht sah ich ihn nur an mir vorbeigehen. Warum soll der’s denn besser haben. Gut, Bahn fährt halt nicht; rufen wir jemanden an, der uns fahren kann.

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