Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

Google kennt mich

Posted by Florian - 15. Februar 2007

Man nennt Google einen Krake. Das hat man von Microsoft auch behauptet, also spezifiziert man: Einen Daten-Krake. Sollte sich jemand durch den Genus verunsichert fühlen, Krake ist männlich. Google analysiert das Verhalten von Millionen oder Milliarden von Menschen. Vollautomatisch, halb reguliert und alles als Grundlage der Dienstleitungen.

Diese Dienstleistung war anfangs noch Begriff im World Wide Web zu suchen. Man kaufte ein Archiv, das auch das sogenannte Usenet enthielt. Google fing an, Nachrichten und Bücher zu indexieren und durchsuchbar zu machen. In letzter Zeit ging es Schlag auf Schlag: Man kaufte Firmen für Bildverwaltung, der Aktienkurs übersteigt den von führenden IT-Firmen wie IBM und Cisco aber auch Coca-Cola und den meisten Automobildhersteller.

Und jetzt kennt mich Google persönlich. Ich hatte mir eine Programm-Schnittstelle heruntergeladen, mit der ich aus einem selbst geschriebenen Java-Programm die Suche von Google ansprechen und selbst auswerten kann. Dafür muss man sich registrieren, damit nicht jeder und nicht unbegrenzt auf die Suche zugreifen darf. Was Google witziges macht ist, einen Cookie zu setzen. Schnell ist also ein Account angelegt und man ist identifizierbar.

Darüber habe ich mir lange keine Gedanken gemacht. Ich sah es nicht, vor allem nicht als „Bedrohung“. Vor kurzem allerdings stand auf der Google-Seite ein Link, unter dem ich mich für Google-Mail registrieren kann. Lange Zeit war dieser elitäre Dienst nur ausgewählten Benutzern zugänglich, die ihrerseit eine Anzahl von Einladungen aussprechen konnten. Der Dienst heißt übrigens nur in Deutschland googlemail, vielen auch als gmail bekannt.

Erst dachte ich, die Offerte für den Dienst steht im Zusammenhang mit meinem zuvor angelegten Account, aber scheinbar kann sich jetzt jeder registrieren. Bei der Gelegenheit habe ich mich auch noch für den Kalender-Dienst, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation sowie Picasa angemeldet. Quasi kostenlos dazu bekam ich noch einen Dienst, der sich „Suchprotokoll“ nennt.

Dieses Suchprotokoll ist witzig: Es merkt sich, wann ich welchen Begriff gesucht habe und welche Seiten ich darauf hin angeklickt habe. Da braucht der Schäuble demnächst keine Volkstrojaner mehr. Wenn ich also nach „Russische Pornoschlampen“ suche, kann ich in drei Monaten noch sehen, was ich gefunden habe.

Bei googlemail wirkt etwas ähnliches. Wie soll ich den Service testen, ich hab doch schon genug Mailadressen: Bei GMX und web.de (was im Grunde das selbe ist) sowie eine Firmenadresse. Flugs habe ich eine Mailingliste von wikia.com bei googlemail angemeldet. Was sehe ich heute natürlich? Werbung für Wiki-Provider. Gut, dass ich die Kreditkartenabrechnung für die „Russichen Pornoschlampen“ nicht per Mail zum googlemail senden lasse. Ich bekomm die schweinischen Popups ja nie weg.

Warnung / Disclaimer: Ich suche nicht nach „russischen Pornoschlampen“, es ist ein überspitztes Beispiel. Der Autor möchte klarstellen, dass er damit weder Russen noch Schlampen beleidigen möchte. Es ist auch nicht empfehlenswert, nach diesem Begriff zu suchen. Man würde dann zwei Dinge herausfinden: 1. Es werden bereits Links unterdrückt, die von deutschen Behörden gemeldet wurden, 2. der Segler Club Clarholz hat definive Probleme, die Linksammlung im Griff zu haben, die man dort anlegen kann. Alle Links in diesem Artikel auf eigene Gefahr! 😉

PS: Möchte jemand einen googlemail-Account?

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Eine Antwort to “Google kennt mich”

  1. […] my GMail” und “MS Firefox” 16 02 J Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich jetzt einen Googlemail-Account habe. Fast drei Gigabyte an Speicherplatz und ich habe nur […]

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