Onetimer, Continuous Shots: Filmeinstellungen ohne Schnitt

Im Kino ist es meistens eine Schlüsselszene, in der es eine lange Kameraeinstellung ohne Schnitt gibt. Dass diese „Continuous Shots“ sehr kompliziert und aufwändig sind, kann einem auffallen wenn man mal ein „Making of“ gesehen hat. Eine Szene, die 10 bis 30 Sekunden lang ist, muss mehrfach gedreht werden weil der Darsteller den Text vergessen hat, im Hintergrund jemand hustet oder die Kameraeinstellung verrutscht.

Bei einem Onetimer muss alles sitzen. Die gesamte Szene wird minutenlang gedreht, die Kamera, meist eine Steadycam, bewegt sich durch das Set und vor, neben und hinter der Linse warten Darsteller auf den passenden Einsatz. Hochkonzentriertes Kino. Das erinnert fast an klassisches Theater, bei dem man auch nicht nach einem Versprecher noch mal neu anfangen kann. Dafür bewegt sich auf der Theaterbühne auch nicht der Zuschauer wie die Kamera nah am Geschehen.

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Google und BMW: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich

Vor einem Jahr hat die Suchmaschine Google noch alle BMW-Seiten aus dem Index verbannt, da die Webdesigner des bayerischen Autoherstellers verbotene bzw. unlautere Mittel zur Optimierung des Google-Indexes eingesetzt haben. BMW sah das relativ gelassen und es haben sich schnell die Wellen geglättet.

Interessant, dass BMW jetzt ausgerechnet mit Google-Maps eine technische Partnerschaft eingeht, bei der BMW-Fahrer eine Adresse aus Google-Maps in ihr Navigationssystem senden können. Die Route wird allerdings immer noch lokal im Auto berechnet, auch der Weg vom Car-Navigation zurück auf die Google-Server ist zunächst nicht vorgesehen.

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Feuerwehr mit neuen Kennzeichen

Nachdem kürzlich die Polizei-Fahrzeuge in Nordrhein-Westfalen ein landesweites Kennzeichen bekommen haben, damit man die geleasten Fahrzeuge austauschen kann, bekommen die Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge in Essen ein neues, „normales“ Kennzeichen. Diese Regelung betrifft alle Kommunalfahrzeuge ab sofort.

Interessant die Wortwahl in der Pressemeldung: „Damit Feuerwehrautos auch weiterhin auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, bleibt es bei roter Lackierung und blauen Lampen auf dem Dach und in der Fahrzeugfront.“ So schön ich mir grüne, gelbe oder blaue Fahrzeuge vorstellen kann (es gibt ja bereits blaue Einsatzfahrzeuge) wer denkt sich sowas aus, dass Feuerwehr nicht mehr rot sein soll?

Möglicher Bombenfund am Hauptbahnhof in Essen

Als ich vor einer Stunde um 19:00 Uhr am Hauptbahnhof angekommen bin, liefen schon viele Pendler telefonierend mit einem Handy herum. Auf dem Weg zum Bus habe ich dann gesehen warum: Der Bahnhof ist weiträumig abgesperrt.

Die Vorder- und Rückseite des Bahnhofs, die Untertunnelung und der U-Bahnbereich sind durch Polizei und Wachschutz abgesperrt. Laut Aussage einer Polizistin ist ein verdächtiger Koffer gegen 17:30 Uhr gefunden worden. Eine Stunde später hat ein Spezialkommando den Koffer näher untersucht.

Update (21.03.2007, 9:00 Uhr): Weder Bundespolizei noch Feuerwehr oder Polizei Essen haben Pressemeldungen über den Vorfall veröffentlicht. Da es zu keiner Detonation kam, ist der Fund entweder harmlos oder entschärft worden. Pressemittelungen werden möglicherweise aus ermittlungstaktischen Gründen zurück gehalten.

Update (24.03.2007, 23:00 Uhr): Immer noch keine offiziellen Meldungen. Wenigstens wildbits hat darüber gebloggt, sonst würde ich meinen, ich hätte geträumt.

Der „Flock“ Browser

Flock findet wenig Beachtung – zu unrecht wie ich finde. In der schönen Web 2.0 Welt des „Loser Generated Content“ bedient man seinen Blog, seine Foto-Galerie und seine News-Feeds möglicherweise mit mehreren, spezialisierten Programmen. Der Browser kann zwar Grundfunktionen anbieten, geht aber weit nicht so gut wie ein richtiger RSS-Reader oder Flickr-Uploader, zum Beispiel.

Flock wie Flickr

Meine persönliche Lieblingsfunktion bei Flock ist die Verwaltung der Flickr-Bilder. Man kann sich einzelne Foto-Strecken, ob die eigene oder die jemand anderen, in einer speziellen Foto-Leiste im Browser anschauen, die Fotos dort auch per Drag-and-Drop ins Browserfenster ziehen und so zum Beispiel Links setzen oder der Bild im Blog einbinden.

Ein Uploading-Modul ist auch schon eingebaut, sodass man sehr schnell und einfach lokale Bilder mit Tag, Beschreibungen und Benutzerbeschränkungen belegen und hochladen kann. Man kann Freunde definieren, deren Fotos dann überwacht werden. Man wird benachrichtigt wenn neue Fotos hinzugekommen sind.

Es arbeitet nicht nur mit Flickr zusammen, direkt eingebaut ist auch die Schnittstelle zu Photobucket.

Flock wie Blog

Man kann auch seinen Blog ganz einfach mit Flock pflegen. Dabei ist es egal ob es ein WordPress, TypePad, Movable Type oder LiveJournal Blog ist, es werden ein halbes Dutzend Schnittstellen unterstützt.

An jeder Stelle kann man in einer Webseite die Funktion „Blog this“ aufrufen und über die aktuelle Seite schreiben. Es gibt eine WYSIWYG-Ansicht und man hat Einblick in den Quellcode.

Die Ansicht orientiert sich bei mir passenderweise an WordPress. Schön, dass mein Blog auch auf WordPress basiert.

Flock wie Feed-Reader

Es Modul, das dem Sage-AddOn von Firefox ähnelt, zeigt in einer Zwei-Spalten-Ansicht die abonierten RSS-Feeds an. Man kann die einzelnen News als gelesen markieren oder auch über sie bloggen.

Die Feeds lassen sich in verschiedene Verzeichnisse ablegen, die man sich thematisch anlegen kann. Wenn man ein Verzeichnis anwählt, werden die neuesten Nachrichten der im verzeichnis enthaltenen Feeds angezeigt.

Flock wie Firefox

Flock basiert in der Technik auf dem Mozilla-Browser Firefox. Allerdings werden nicht alle Themes und AddOns unterstützt. Aber wofür braucht man noch mehr AddOns wenn das wichtige schon enthalten ist.

Habe ich erwähnt, dass die eingebaute Suche in Flock erweitert ist und die History, die Lesezeichen und das Web gleichzeitig durchsucht und Ergebnisse während des Tippens anzeigt?

Flock ist zurzeit in der Version 0.7.11 verfügbar, der vor kurzem die selben Security-Patches erhalten hat wie Firefox 2.0.0.2. Mehr zu Releases und zum Download unter www.flock.com.

Kunststücke eines Stubentigers

Unser Kater kann Kunststücke: Schlafen, fressen, vor Fliegen lauern. Aber ein besonderes Kunststück war der Knaller. Ist mir heute wieder beim Hot-Dog essen eingefallen, da wir einmal das Würstchenglas auf dem Küchentisch vergessen haben.

Dieser freche Kater ist also auf dem Küchentisch während wir im Wohnzimmer sind. Ein dumpfer Knall, wir schauen uns an. Nach ein paar Schreck-Momenten gucken wir in der Küche nach und können nicht mehr vor Lachen.

Da Kater nicht gelernt haben, aus dem Glas zu essen, muss das Essen aus dem Glas. Der Kater nicht dumm, schiebt das Glas zum Rand, weiter, noch weiter, und das Glas fällt nach unten. Bis dahin mag der Kater geplant haben, aber leider nicht mit diesem physikalischem Grundsatz: Das Toastbrot fällt immer auf die belegte Seite.

Das Glas hat sich beim Sturz tatsächlich um 180 Grad gedreht und kam genau auf der Öffnung auf. Der Kater stand davor, wunderte sich. Glas unten… und die Wurst? Das Glas auf dem Kopf, das Wasser ausgelaufen und die Wurst wie im Gefängnis hinter Glas. Die ganze Mühe ganz umsonst.

Ich bin krank

Zurzeit liege ich zu Hause entweder auf der ausgezogenen Couch oder im Bett. Der Arzt hat mich mit grippalem Infekt (der nette Name für „Erkältung“) krank geschrieben. Und ich verstehe gar nicht, warum manche Leute Drogen nehmen. Den Zustand kann man so leicht selbst herstellen.

Allerdings wache ich mit Vorliebe um drei Uhr nachts auf und wundere mich, wie ich hier hin gekommen bin und warum die Uhr auf drei steht. Wie „Täglich grüßt das Murmeltier“, nur ohne „I Love You, Babe“. Ich bekomme dann einen trockenen Mund und trinke zwei Flaschen Wasser auf Ex und schaue 3sat bis ich wieder schlafen kann.

In der Nach darauf habe ich erst etwas wildes geträumt. Eine Sinuskurve. Weiß auf schwarzem Grund. Ich kuschele mich an meine Freundin, die mich auch nicht wärmen kann. Ich friere. Und sitze draußen. Im Sandkasten spiele ich mit Bauklötzen. Ich stapele die nicht suber übereinander und denke über einen Algorithmus nach, mit dem ich die Steine in Annäherung an Winkel und Ausrichtung mit einem Programm in die richtige Form bringen kann. Kurz darauf wache ich auf und friere immer noch, obwohl ich eine dicke Decke über mir und die Raumtemperatur nahe der zwanzig Grad habe. Nach einer flüssigen Saune (Erkältungsbad) geht’s weiter in den nächsten Fiebertraum.

Wir sind dazu übergegangen, die Flaschen zu kennzeichnen, an denen ich getrunken habe. Es macht eigentlich keinen Unterschied, da ich früher oder später ohnehin alle austrinke. Wo geht das ganze Wasser hin? Je mehr ich darüber nachdenke, möchte ich es gar nicht so genau wissen.

Mein Kater meidet mich. Obwohl das faule Vieh den halben Tag pennt und in der anderen Hälfte das Essen einfordert, scheine ihm nicht Geheuer zu sein. Wahrscheinlich riecht er, dass ich krank bin. Ob kranke Tiere in seiner Gruppe ausgegrenzt und getötet werden? Sind wir Menschen anders?