Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

Videobearbeitung mal richtig

Posted by Florian - 9. April 2007

Neben Prüfungsvorbereitung und dem genüsslichen Liegen in der Sonne (oder auch Cabrio fahren) nutze ich die Ostertage auch dazu, meine Video-Dateien mal zu schneiden und komprimieren. Mit meinem DVB-T-Stick habe ich in letzter Zeit meine Lieblingsserien und Filme aufgenommen, die auf DVD gebrannt werden wollen.

DVB-T versendet einen netten MPEG-2 Stream, der eigentlich direkt gebrannt werden kann. Allerdings wird eine ein-Stunden Sendung dann gern mal ein Gigabyte groß. Und es ist Werbung drin. Muss das sein? Leider unterstützt mein Lieblings Videoschnitt-Programm (sic!) VirtualDub kein MPEG-2. Oder WMV. Oder irgendein Format, das geschlossen ist. Mist. Aber es gibt eine freie Alternative.

Zum Konvertieren von ungeschützten DVDs gibt es DVDx (nach eigenen Angaben vollkommen frei), mit dem ich auch einen MPEG-Strom in AVI verwandeln kann. Danach schneide ich wie gewohnt in VirtualDub. So, jetzt habe ich „Herr der Ringe“ aufgenommen, das MPEG ist über vier Gigabyte groß und kann nicht auf DVD gebrannt werden (DVD ist groß genug, das Filesystem macht nicht mit).

Flugs in DVDx geladen, als Codec XviD ausgewählt (auch vollkommen frei), den Sound liefert Lame und gewartet. Dauert etwa fünf bis zehn Stunden, dann fällt einem auf: DVDx war faul und hat die letzten 20 Minuten nicht konvertiert. Nochmal versucht, gleiches Problem. Neue Version installiert – gleiches Problem. Zwei Tage vergangen. Muss ich also härtere Geschütze auffahren.

Ich habe die Testversion eines Standard-Tools in dem Sektor ausprobiert: TMPG Enc. Kostet kaum etwas, knapp hundert Euro. Dann lieber MovieMaker von Windows. 😉 Bis auf ein temporäres Wasserzeichen macht die Testversion schöne Ergebnisse, allerdings wirkt das Bild irgendwie matt. Und scheinbar emuliert das Programm eine virtuelle Maschine und macht aus meinem ein-Kerm-Rechner einen vier-Kern-Rechner, von dem nur einer verwendet wird. Zu deutsch: Es ist arschlahm. Aber was soll’s.

Wenn noch jemand freie, kostenlose Schnittsoftware kennt, bitte in den Kommentaren posten. Das vom DVB-T-Stick ist unbrauchbar, da nicht framegenau. Exakter: Es verschluckt Frames und stürzt gern ab.

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Eine Antwort to “Videobearbeitung mal richtig”

  1. trekguy said

    Scheinbar gibt es einen Hack für VirtualDub, mit dem man MPEG-2 Streams öffnen kann. Das dauert allerdings Jahre, da das Video noch geparst (verarbeitet) wird.

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