Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

Fünf vor Zwölf in Gelsenkirchen: Grönemeyer in der Arena

Posted by Florian - 10. Juni 2007

Gestern durfte ich auf dem Grönemeyer-Konzert in Gelsenkirchen dabei sein. Ein genial-geiles Erlebnis, eine gute Abstimmung zwischen neuen und bekannten Liedern aus den letzten Alben „Zwölf“, „Mensch“, aber auch Klassikern wie „Bochum“ und letztlich auch „Currywurst“, ohne die Herbert nie aus der Arena gehen darf.

Die Stimmung bei der Vorband Clueso hielt sich in engen Grenzen. Das liegt nicht unbedingt an der Band, die durch „Chicago“ bekannt geworden ist. Sie gab sich Mühe und sprach das Publikum an, das auch etwas zurückgab. Allerdings klang in der letzten Reihe der Sound nicht ganz abgestimmt und hatte viel Echo, zudem war die Technik auf Sparflamme. Die Bühne war gut und gerne 150 bis 200 Meter breit, der Laufsteg ins Publikum läuft etwa 50 Meter und die Band nutzte eine Fläche aus, die Frau Hilton im Gefängnis zur Verfügung hat. Zudem war das Licht und die Videoanlage nicht aktiv.

Wer will denn auf solche Nebensächlichkeiten achten? Nach einer gefühlten halben Stunde Clueso hieß es erstmal warten. Bald kamen die ersten Sprechchöre und einzelne Rufe nach „Herbert“ auf. Schließlich haben sich die Leute im Innenraum mit La-Ola-Wellen die Zeit vertrieben, die durch das gesamte Stadion liefen: Vom Innenraum vorn nach hinten auf die Nordkurve, von dort in der Außenrunde nach vorne und dort in den Innenraum.

Nach zwei Werbespots kam eine riesige Video-Uhr zum Vorschein: Es ist fünf vor Zwölf. Die Uhr lief schließlich auf Zwölf und Herbert kam auf die Bühne und startete auf dem äußersten Ausläufer des Laufstegs, mitten im Publikum am Klavier mit Lied 6 – Leb‘ in meiner Welt des neuen Albums „Zwölf“.

Das Publikum gab Grönemeyer alles zurück. Alle gingen mit, konnten mitsingen, haben die Arme geschwungen und Feuerzeuge angemacht. Die Hymne auf das Ruhrgebiet, „Bochum“, wurde wie gewohnt durch das Steiger-Lied eingeleitet. „Ohne dich“ und „Spur“ sind weitere Lieder des neuen Albums.

Als es zu „Mensch“ kam, war das Publikum endgültig euphorisiert: Das Publikum sang nicht nur mit, sang nicht nur statt Herbert, es sang ach weiter als Herbert Grönemeyer schon längst das nächste Lied singen wollte. Er gab sich der Mehrheit und sieg noch in eine Freestyle „Mensch“-Version ein. Als er schließlich nach 90 Minuten zum ersten Mal von der Bühne ging, schrien die Fans, feierten, sangen, tanzen. Bis Grönie endlich wieder kam… und mit der Aussage, er würde nicht „Currywurst“ in der Zugabe singen, förmlich ausgepfiffen wurde.

Die Zugabe brachte Schmuseklassiker wie „Flugzeuge im Bauch“, nach dem zweiten Abtritt gab es immer noch keine „Currywurst“. Die dritte Zugabe brachte in verteilten Chören mit dem rechten und linken Flügel des Stadions „Zeit das sich was dreht“, wie vom Publikum schon vorher gewünscht. 60.000 Menschen, die etwas drehen. Aber ganz zum Schluss durfte man „Currywurst“ singen.

Meine Videos sind leider maximal 30 Sekunden lang, da meine Foto-Kamera beschränkt ist. Schaut mal auf YouTube nach Grönemeyer, da findet man noch einiges anderes.

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