Noch mal deutsch richtig falsch

Beruflich habe ich gerade damit zu tun, eine Dokumentation zur Endkunden-Pflege in englisch zu schreiben. Für ein Australisches Unternehmen. Obwohl ich mir Mühe gegeben habe, möglichst natürliches und trotzdem elaboriertes Englisch zu verwenden, war das Urteil „poor english“.

Wenn ich mir die Seite ansehe, die ich jetzt durch Werbebanner gefunden habe, sehe ich wo es hingeht, wenn man nicht „native speaker“ übersetzten lässt. Die Seite ist ein kommerzielles Angebot eines Sportbekleidungs- und -zubehör-Händlers aus England namens „Sports HQ“.

Direkt auf der Eingangsseite werde ich begrüßt mit „Sie können uns auf 0044 1527 …. kontaktieren“. Das hört sich gut an! Öffnungszeiten stehen auch direkt drunter. Ob meine oder deren, weiß ich nicht: „öffnen Sie Montag zu Freitag 9:00 am to 17:30 pm“. In astreinem deutsch geht es dann im Fließtext weiter: „Welcome to The Sports HQ Group / The Sports HQ is a supplier….“.

Eine Aktion! „Zur Ausklang der Saison“ Sommerschlußverkauf… so richtig deutsch… „BIS AUF 80% RABATT“. Das hört sich an wie beim Baumarkt, „alles außer Tiernahrung“. Achso, die Sprache darf man auch wählen: „Wählen Sie Sprache: German“. German der Etrusker.

OK, aber wer isn das jetzt. „Ueber uns“: „Gegründet in Großbritannien, The Sports HQ ist die europaeische Abteilung fuer Confidence Sporting Goods Inc – der berühmte Hersteller aus Palm Springs Kalifornie, der Qualitätssporting Waren für 35 Jahre gebildet hat.“ Herrlich: „Kalifornie„…

Man ist auch schon ganz euphorisch auf die neue Kundenbeziehung: „Wir danken Ihnen fuer Ihre Bestellung und wir freuen uns sehr jahrelang Ihnen zu bedienen.“ Leichte Bedenken bekomme ich bei diesem Satz: „Klicken Sie hier fuer unser Geschaeftsbedingungen.“ Der Satz ist ok. Es fehlten die Geschäftsbedingungen!

Die werden wahrscheinlich gerade noch übersetzt. Keine böse Unterstellung, aber der Link ist in der Menüleiste nochmal aufgeführt und zeigt auf eine leere Seite. Oder die meinen das ernst.

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Wiede schreibs, isegahl: Vaderschapstest

Ohh Gott, die deutsche Sprache ist dem Untergang geweiht. Mein Alter Mann hat immer gesagt: „Bier verschütten kommt vor Vatermord“, aber das…? Habe ich auf einem Werbebanner gesehen… Vaderschapstest! Maria und Josef steh‘ mir bei.

Das kann doch nur wieder so ein Unfug sein, weil man mit Vaterschaftstests keine Werbung machen darf. Die beworbene Firma zumindest stammt aus Regensburg, also sind Vaterschaftstests generell erstmal nicht verboten. Solange jeder davon weiß und es keinem schadet. Wie im Swingerclub. Naja, kann auch zusammenhängen.

Fight For Kisses

Habe ich heute per Mail bekommen:

That’s fucking viral marketing, man! Es soll auch ein Spiel zum ‚runterladen geben, allerdings muss man dann erstmal alle persönlichen Daten erfinden eintragen. Zudem scheint die ganze Site auf französisch zu sein.

Update: Ich habe mir die hundert Megabyte (!) mal runtergeladen und installiert. Drei verschiedene „Baby vs. Daddy“-Begegnungen kann man auswählen, die vor drei verschiedenen Hintergründen stattfinden können. Das Spiel ist eine Art „Mortal Kombat“-Clone, wirkt sehr billig. Am Schluß schickt der Browser den Score auf den Server. Sehr schöne Reichweitenmessung.

WAZ hast du gesagt?

Mein geiles neues Super-Handy ist in der Wochend-Ausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) am 22./23. September zu sehen! Seltsames Produktfoto auf der Titelseite allerdings: Es zeigt 57 Grad am Tag in Paris; Fahrenheit ist allerdings eher in angelsächsischen Ländern verbreitet.

Die WAZ stellt das HTC Touch mit dem Apple iPhone auf eine Stufe: beide haben eine zwei Megapixel-Kamera, komplette Touch-Eingabe, kein UMTS aber W-LAN. Seltsam nur, was über „TouchFLO“ berichtet wird: Es soll durch TouchFLO zwischen Eingabe mit Stift und Daumen unterscheiden können und nur bei Eingabe mit Daumen auch Gesten erkennen können. Aber: Das stimmt nicht!

Vielmehr ist richtig, dass TouchFLO dabei hilft, die Bedienelemente mit dem Daumen überhaupt bedienen zu können. Das zugrunde liegende Windows Mobile bietet zu kleine Knöpfe, die höchstens für Fingernägel passen. TouchFLO kann per Geste (Daumen von unten nach oben) aktiviert werden (Umschalten mit links-rechts-Bewegungen) und bietet große Knöpfe für die wichtigsten Applikationen.

Scheinbar hat man sich in der WAZ-Redaktion mit der Studie von unzuverlässigen Foren-Beiträgen oder schmalen Marketing-Broschüren beholfen und die Infos dann noch durcheinander geworfen. Oder: Da war der Wunsch der Vater des Gedanken.

Ich als Mystery-Shopper beim T-Punkt

Mein DSL-Vertrag mit GMX läuft demnächst aus. Ich verwende DSL extensiv und auch beruflich, bin auf schnelle Leitungen und zuverlässigen Service angewiesen. Und ich will’s billig. Nachdem ich von verschiedenen Seiten Negatives über Arcor gehört habe und T-Online zu viel Werbung macht, habe ich mich also im Internet informiert.

Mit meinem Wissem im Gepäck bin ich mit meiner Freundin also Samstag früh zum T-Punkt gekommen. Positiv: Es ist leer und ich komme direkt dran. Ist gerade samstags nicht immer so. Ich halte direkt auf einen Mitarbeiter im Anzug zu, halte Blickkontakt und spüre schon die Angst unter seiner Haut.

Nachdem ich ihm mein Anliegen geschildert hat, wollte er mich am liebsten schon loswerden mit dem Hinweis, er bräuchte die Kündigungsbestätigung von GMX, sonst kann er gar nichts machen. Natüchlich bleibe ich standhaft und fühle ihm auf den Zahn und bestehe auf Beratung. Ich verwende DSL 6000, möchte es auch beruflich nutzen und mich nicht verschlechtern. Zaunlatten, lauter Zaunlatten. Er kann mir da einen 6000’er DSL von T-Online verkaufen. Dreeeeet, schlechte Antwort.

Ich halte ihm zugute, dass er auf mein Geld achtet und den günstigsten Tarif wählt, der verfügbar ist. Nach deutlicher Nachfrage, was mit „DSL 16+“ ist, kann er mir auch den Preis nennen. Er fragt noch kurz nach der Telefonnummer (jetzt erst?) um die Verfügbarkeit zu prüfen. Dann erst (!) fällt ihm auf, dass ich ja noch bei GMX bin und der Port deswegen nicht geprüft werden kann. Entweder eine fette Lüge Ausrede oder der Mitarbeiter war in den letzten fünf Minuten geistig Kaffee trinken.

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Mein neues Super-Handy

Am Anfang des Jahres hatte ich mir bereits Gedanken über ein neues Handy gemacht, jetzt habe ich endlich meinen neues Spielzeug. Es ist ein HTC Touch geworden. Nach dem iPhone-Hype der letzten Wochen und Monate hatte ich eigentlich schon mit dem Gedanken gespielt, mir ein solches zu kaufen, da ich dafür aber noch ein paar Wochen und Monate warten muss, habe ich mich für die zweitbeste Möglichkeit entschieden.

Dabei ist der HTC Touch ein Handy, das nur auf seinem 2,8 Zoll großen 240×320 Display bedient wird, ganz ohne Tasten; vergleichbar mit dem Prada-Handy von LG. Im Gegensatz dazu hat der HTC allerdings W-LAN, dafür aber kein UMTS. Das ist bei HTC und dem Apple iPhone ähnlich: Beide unterstützen EDGE als GPRS-Erweiterung, aber kein 3G UMTS.

Als Unterbau für das HTC dient Windows Mobile 6 mit Mobile Office-Suite. Dadurch kann man — wenn es sein muss — Word- und Excel-Dokumente nicht nur lesen sondern auch verändern und per Mail versenden. Dabei kann man den Bildschirm auch um 90 Grad drehen für einen breiteren Durchblick. Anders als bei Apple, gibt es dafür keinen Lagesensor und man stellt es manuell ein.

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