Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

Ich als Mystery-Shopper beim T-Punkt

Posted by Florian - 23. September 2007

Mein DSL-Vertrag mit GMX läuft demnächst aus. Ich verwende DSL extensiv und auch beruflich, bin auf schnelle Leitungen und zuverlässigen Service angewiesen. Und ich will’s billig. Nachdem ich von verschiedenen Seiten Negatives über Arcor gehört habe und T-Online zu viel Werbung macht, habe ich mich also im Internet informiert.

Mit meinem Wissem im Gepäck bin ich mit meiner Freundin also Samstag früh zum T-Punkt gekommen. Positiv: Es ist leer und ich komme direkt dran. Ist gerade samstags nicht immer so. Ich halte direkt auf einen Mitarbeiter im Anzug zu, halte Blickkontakt und spüre schon die Angst unter seiner Haut.

Nachdem ich ihm mein Anliegen geschildert hat, wollte er mich am liebsten schon loswerden mit dem Hinweis, er bräuchte die Kündigungsbestätigung von GMX, sonst kann er gar nichts machen. Natüchlich bleibe ich standhaft und fühle ihm auf den Zahn und bestehe auf Beratung. Ich verwende DSL 6000, möchte es auch beruflich nutzen und mich nicht verschlechtern. Zaunlatten, lauter Zaunlatten. Er kann mir da einen 6000’er DSL von T-Online verkaufen. Dreeeeet, schlechte Antwort.

Ich halte ihm zugute, dass er auf mein Geld achtet und den günstigsten Tarif wählt, der verfügbar ist. Nach deutlicher Nachfrage, was mit „DSL 16+“ ist, kann er mir auch den Preis nennen. Er fragt noch kurz nach der Telefonnummer (jetzt erst?) um die Verfügbarkeit zu prüfen. Dann erst (!) fällt ihm auf, dass ich ja noch bei GMX bin und der Port deswegen nicht geprüft werden kann. Entweder eine fette Lüge Ausrede oder der Mitarbeiter war in den letzten fünf Minuten geistig Kaffee trinken.

Auch weiteres Nasepopeln nach weiteren Angeboten mit IPTV (T-Home) kann er nur kurz und knapp den Faltblatt-Text rezitieren. Schade. Ich hätte erwartet, dass er proaktiv Fragen stellt, dass er versucht, neue Produkte von sich aus an den Mann zu bringen, von vornherein den Kunden mittels Telefonnummer unter die Lupe nimmt und ihm noch einen passenden Telefontarif an die Hand gibt. So nervig und zeitaufwändig der Besuch beim Versicherungsmakler ist, ich fühle mich dort mehr verstanden als bei dem Aushilfs-Ferienjobber im C&A-Mantel.

Fazit des Kurztests: Wenn ich mich im Internet informiere, komme ich schneller und besser an Informationen und Hintergrundwissen. Wer zum T-Punkt geht ist selbst schuld. Was das dann mit Kundenfreundichkeit zu tun hat, kann ich nicht sagen.

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