Neue Werbeform entdeckt

Mobile Projektionsfahrzeuge! Vor ein paar Minuten bin ich nach Hause gekommen und wundere mich über eine Projektion auf dem gegenüberliegenden Haus. Ob vielleicht jemand mit dem Beamer spielt?

Als die Projektion sich dann bewegt hat, war langsam klar, dass es aus einem Auto heraus kommt. Ein schwarzer VW-Minivan hatte einen schräg nach oben gerichteten Projektor mit Fanta-Reklame.

Es liegt eigentlich auf der Hand, in der dunklen Jahreszeit und wo es so viele Staus in der Innenstadt gibt, solche Guerilla-Reklame zu fahren. Warum bin ich nicht darauf gekommen?

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Essener Lichtwochen 2007 eröffnet

Gestern sind die Essener Lichtwochen 2007 eröffnet worden. In der Weihnachtszeit wird die Essener Fußgängerzone durch zahlreiche Lichtbilder verschönert, die sich jedes Jahr an Themen orientieren. Dieses Jahr ist das Gastland Finnland.

Unser Oberbürgermeister Dr. hc. Reiniger hatte zusammen mit einer Landesministerin und dem Botschaftsbeauftragten von Finnland die Lichtwochen feierlich eröffnet. Allerdings nicht ohne wortreich den Sponsoren zu danken, die Symbolträchtigkeit zu betonen, auf die Kulturhauptstadt 2010 hinzuweisen, und, und, und. Viele Leute waren dann bereits aus Langeweile gegangen.

Nachdem also auf den Knopf gedrückt wurde, setzte sich die Masse um 18:15 Uhr am Hauptbahnhof in fahrt und man schritt dicht an dicht mit der finnischen Blaskapelle voran in Richtung Porscheplatz, wo um 19 Uhr das Feuerwerk stattfinden sollte.

Wenn es bei der Eröffnung schon voll war, war es auf dem Porscheplatz richtig geknüddelt. Ich schätze, es waren gut 5.000 Personen dort. Eine feierliche Rede, die man akustisch allerdings nicht gehört hat, fing pünktlich gegen 19 Uhr an. Das Feuerwerk war äußerst präzise auf die Musik abgestimmt. Ein Medley aus finnischer Volksmusik, Klassik, Pop und Schlager. Die Bilder des Feuerwerks waren nicht sehr pompös, dafür aber sehr schön farblich abgestimmt.

Fünf Minuten Finanzamt

Kennt jemand diese Angst vorm Zahnarzt? Man kann wochenlang vorher schon schlecht schlafen, die Nacht davor gar nicht mehr und wenn man da war, ist es gar nicht so schlimm gewesen. So geht es mir mit dem Finanzamt.

Die Einkommensteuererklärung ist jedes Jahr immer ein Gewaltakt. Alte Quittungen werden aus einer Schublade befreit und fliegen durch’s Zimmer, man versucht die Bilanz des letzten Jahres nochmal nachzuvollziehen. Unwichtige Tank-Bons findet man sofort, wichtige Rechnungen für Fachbücher nie wieder. Dann muss man lange Zahlenkolonnen in Tabellen hacken, rechnen und gegenrechnen.

Klar, das geht mit dem Steuerprogramm auch viel leichter. Aber ich habe immer wieder das Gefühl, ich habe irgendwas vergessen anzusetzen. Oder aber zu wenig. Oder gar falsch. Wie eine Hausarbeit in BWL. Heute morgen habe ich sie abgegeben.

Nervös stand ich vor der Sachbearbeiterin. Ich trug ihr meine wenigen Schwierigkeiten vor (Umzug, Weiterbildung), sie schaute sich die Belege an und sagte „Alles ok“. Und das, nachdem ich nicht einmal warten musste. Wartemarke im leeren Wartezimmer gelöst, da ging der Gong schon für Zimmer sechs. So schnell war ich noch nie raus.

Bloß gut, dass ich frühzeitig eine Fristverlängerung beantragt habe und nicht schon im Vorfeld geschätzt wurde. Mal sehen, was rauskommt. Vielleicht bohren sie ja doch noch.

GMail kann IMAP

Nachdem die Speicherkapazität von GMail erhöht wurde, der nächste Schritt: IMAP-Unterstützung. Beim Abfruf von Mail-Accounts gibt es zwei Standards: POP und IMAP. Der Unterschied ist, dass es bei IMAP u.a. auch Ordnerstrukturen gibt, wobei POP nur eine Inbox kennt.

Aber was bringt IMAP wenn GMail gar keine Ordner unterstützt? Sie sind im Design explizit ausgeschlossen. Die Antwort ist einfach: Die Labels sind als Ordner in IMAP dargestellt. Label definiert man selbst und kann sie den einzelnen Mails zuweisen, ähnlich wie Tags bei Flickr oder Blogs. Wenn meine Mail die Keywords (Labels) „ebay“, „Bestellung“ und „todo“ enthält, ist sie in allen drei Ordnern vorhanden.

Dazu gibt es noch den gewohnten Posteingang und einen System-Ordner „Google-Mail“. Dieser enthält dann den Abfalleimer, versendete Nachrichten, Spam und mit Stern markierte Mails. Eine „Archivierung“ (entfernen aus der Inbox ohne zu löschen) ist mit Thunderbird nicht ohne weiteres möglich. Eine Mail wird in Trash verschoben, im Web ist dann ein neues Keyword „[Imap]/Trash“ vorhanden. Statt aus der Inbox zu löschen, muss man die Mail nach „[Google-Mail]/All Mail“ verschieben.

Man verliert zwar die im Web liebgewonnene Konversationen-Ansicht, aber die IMAP-Unterstützung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Damit können auch Mobiltelefone unterstützt werden, die auf Windows Mobile laufen oder keine (gute) Java-Unterstützung haben.

Flock 1.0 beta (Release Candidate 3)

Wer Flock noch gar nicht kennt, möchte sich zuerst meinen früheren Blog-Eintrag durchlesen, oder zumindest das Update auf Flock 0.9. Ich arbeite nun also schon mehr als ein halbes Jahr mit Flock und liebe ihn.

Zum technischen Hintergrund: Flock ist eine Weiterentwicklung von Firefox von einer anderen Firma. Flock ist als „social browser“ darauf ausgelegt, dass man alle seine Accounts dort vereint, pflegt und bearbeitet. Blogging ist direkt eingebaut, Upload zu Flickr, man kann Bookmarks bei del.icio.us.

Auch ein Feature, was ich gerne nutze, ist das Web Clipboard. Links, Texte, Bilder kann man dort ablegen und wie Bookmarks speichern. Wenn man eine Website mag, muss man sie nicht in die Favoriten eintragen, man sternt sie einfach. Sie taucht dann auch der zentralen Webseite des Browsers „My World“ auf. Dort hat man auch Überblick über alle abonnierten RSS-Feeds.

Die eingebaute Websuchleiste ist nichts Neues. Allerdings durchsucht sie auch Browser-History, Favoriten, etc.

Was hat sich getan zur Version 1.0 RC3? Hauptsächlich ist die „My World“-Seite schöner geworden. Man kann jetzt seine Freunde beobachten und sieht, wann sie zuletzt etwas bei Flickr, YouTube und Co. eingestellt haben, genauso wie die Feeds.

Es gibt eine neue People-Leiste, die alle Kontakte anzeigt. Das ist erstmal wichtig für Facebook-Mitglieder, was jetzt auch unterstützt wird. Genauso auch Twitter. Bei Medien-Diensten unterstützt man neben Flickr, Photobucket jetzt auch Piczo.

Negativ bei der neuesten Version ist, dass man sich immer noch sehr zentral auf den US-Markt fokussiert. Das stört mich bei Diensten weniger als dass die Lokalisierung nicht vorhanden ist. Wenn man eine deutsche Version sucht, bekommt man eine 6 Monate alte. Ein deutschtes Wörterbuch zur Rechtschreibkontrolle muss man nach jedem Update wieder neu installieren, obwohl es sich nicht ändert; es wird regelmäßig vom Kompatibilitäts-Checker gelöscht. Nicht schön!

Auch meine Probleme mit WordPress sind seltsam. „Wenn ich den kompletten Umfang von Flock nutzen möchte, muss ich mich nochmal neu einloggen.“ Wieso das jedes mal? Der Funktionsumfang ist nicht beschnitten, dafür gibt es die Warnung jedes mal wenn ich weiter im Blog blättere.

Von den schlechten Seiten abgesehen bleibt ein kostenloser Begleiter übrig, der einem das Bloggen einfach macht und alle Bookmarks smart verwaltet. So weit muss Firefox erstmal kommen.

Google bietet über vier Gigabyte für Mails

GMail hat eine neue Runde beim Speichercounter eingeleutet. Vor einem Monat hatte ich noch konstant 2,8 Gigabyte, jetzt zählt die Uhr 4333 MB und soll bis Anfang 2008 auf 6 GB stehen.

Zeit für ein kleines Fazit meiner Nutzung. Ich finde es sehr praktisch, dass ich überall auf meine Mails zugreifen kann. Dabei ist es egal ob am Firmenrechner, Handy oder im Internetcafe. Der Status der Mails wird nahezu in Echtzeit angeglichen. Wenn ich also gleichzeitig im Arbeitszimmer und im Wohnzimmer auf der Wii im Postfach bin, sind im Arbeitszimmer die Mails „gelesen“ markiert, die ich im Wohnzimmer lese.

Die Organisation in Keywords (Labels) ist gewöhnungsbedürftig. Ich denke noch zu sehr in Ordnern. Auch ist es zu schnell passiert, dass die Inbox einfach mal voll läuft. Soll ich die Mail löschen oder archivieren? Die Frage soll ja nach Google erst gar nicht gestellt sein, da genug Platz ist.

Damit kommen wir lückenlos zum zweiten Argument: der Suche. Die Suche ist zwar gut im Hinblick auf Text und Inhalt, aber wenn ich einen speziellen Status mit einem umgrenzten Zeitraum suche, wird es schwierig. Eine mit „Stern“ versehene E-Mail von Anfang März von Frank, die einen Anhang hat, diese Anfrage bedarf einiges an Hilfe-Seiten-Studium. Und greift dann doch nicht, da ich eine andere Mail in der Konversation gesternt habe.

Das führt mich zu den Konversationen, die ich sehr gut finde! Alle Mail mit einem vergleichbaren Betreff werden gruppiert und man sieht alle Beteiligten in der Übersicht. In der Detail-Ansicht sieht man den gesamten Verlauf untereinander, kann einzelne Mails aus- und wieder einblenden. Bei neuen Nachrichten sind alte automatisch ausgeblendet.

Auch die Benutzerführung, die mithilfe von AJAX realisiert ist, funktioniert erstaunlich schnell und intuitiv. Ein Manko ist leider nach wie vor die unklare Rechtslage bezüglich Datenschutz, da meine Daten Googles Kapital darstellen, das sie in Werbebanner investieren. Für vertrauliche und geschäftliche Mails sollte man sich möglicherweise einen anderen Anbieter suchen.

Undurchsichtige Bahnstreiks

Die Freunde von der GDL haben zweimal am Tag eine bessere Idee. Ende der Woche waren zeitgleich Streiks in Deutschland und Frankreich. Übers Wochenende dann überschlugen sich die Ideen: Bis Sonntag gar nicht streiken, ab Sonntag drei Tage durch streiken, doch nur einen Tag streiken, kurzfristig streiken, aber bitte nicht die Pendler stören, …

Keine Streiks bis einschließlich Sonntag Zug fällt aus Streikposten

Wie möchte die GDL streiken ohne Pendler zu stören? Eine Vielzahl der Pendler verwendet eben die Nahverkehrszüge, die nur noch bestreikt werden dürfen. Selbst wenn nur zwischen 10 Uhr und 16 Uhr gestreikt wird, hat sich der Verkehr erfahrungsgemäß nicht bis zum nächsten Tag wieder eingependelt.