Reise nach Jerusalem

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Archive for 12. Oktober 2007

Winamp Remote, Überall-Musik

Posted by Florian - 12. Oktober 2007

Bei dem kürzlich erschienenen Winamp 5.5 kann man optional auch Winamp Remote installieren. Bei der Installation werden die nötigen Daten dann aus dem Netz nachgeladen, die Stand-alone-Installdatei ist etwa zehn Megabyte groß.

Man erhält damit einen Media-Proxy, der zum einen die Dateien und Medien an einen Dienst übermittelt und zum zweiten on-demand die Media-Dateien streamt und teilweise auch aufbereitet. Dafür ist eine kostenfreie Registrierung nötig. Von da an kann man von fast überall auf der Welt auf seine Medien zugreifen, vorausgesetzt der Host-Rechner ist eingeschaltet, online und nicht hinter einer Firewall.

Winamp Remote auf dem HandyGetestet habe ich es im Heimnetzwerk mit Wireless-LAN. Mit dem Handy melde ich mich über den Browser beim Winamp-Remote-Service an und bekomme eine schlanke Oberfläche, über die ich navigiere. Entweder Musik oder Video, dann nach Ordner, Playlist, zuletzt gespielt, Datum, oder oder oder.

Das Streamen von Musik geht problemlos. Der Stream kommt in meinem Fall als WMA Version 9 an und hat alle nötigen Meta-Informationen. Es steht auch drin, wo auf der Festplatte die Datei liegt. So kann ich gemütlich in der Wanne einen Podcast hören, der auf meinem Rechner im Arbeitszimmer liegt. Kein lästiges Kopieren, keine Anlage auf dröhnen stellen, einfach entspannt hören.

Vorspulen und Pausieren sind auch fast kein Problem, wobei vorspulen im laufenden Betrieb zu Aussetzern geführt hat. Wenn ich stoppe, vorspule und Play drücke, wird wieder regulär in den Zwischenspeicher geschrieben und abgespielt.

Das selbe geht prinzipiell auch mit Videos. Aufgrund der größeren Auswahl an Codecs ist das allerdings etwas komplizierter. Quicktime-Movies sind etwas problematisch, MPEGs wurden anstandslos gestreamt, wobei es nicht ganz bildschirmfüllend auf dem Handy ist. Dazu ist das Bild nicht ganz flüssig. Ähnlich ist es mit DivX, aber eine gefühlte Rate von 10 bis 15 Frames/sec ist in Ordnung.

Komischerweise ging das Streaming vom Host zum Handy mit Google-Videos (natives Google-Format) problemloser: Das Bild war groß, der Ablauf flüssig. Allerdings wie bei der Musik gibt es Probleme, im laufenden Betrieb zu spulen.

Alles in allem eine schöne, billige und umfassende Idee, eine Media-Center-Umgebung zu schaffen. Meine Wii, mein Handy und mein Notebook können endlich meine Musik überall mitnehmen. Und bei Freunden eingeladen kann ich die Musik auch teilen und per Passwort gesichert auch hochladen (per E-Mail, was mich wundert).

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Ernsthafte Streiks bei der Bahn

Posted by Florian - 12. Oktober 2007

Freie Bahnhöfe und Bahnen am Donnerstag
Donnerstag sollte gestreikt werden, wurde aber nicht. Leere Bahnhöfe und Züge.
175 km Staus
Streik am Freitag: Volle Autobahnen.
Richtig schöne Staus am Freitag
Stress auf der Autobahn, Fahrten dauern mindestens doppelt so lang.

Die GDL ist ein witziger Verein. Wir streiken, wir streiken nicht,… wir streiken doch. Anfang der Woche wurde der Gedanke in die Welt geworfen, danach verworfen. Dann wollte man Donnerstag, Freitag, Montag, Dienstag durchstreiken… dann Donnerstag auf einmal nicht mehr… Gestern war’s wunderschön in der Bahn, alles leer: Bahnhöfe, Bahnen, ich hatte sofort Sitzplätze in Massen. Der Zug kam sogar vier Minuten zu früh!

Heute war der Streik definitiv angekündigt. Ich bin auch gar nicht erst zum Bahnhof gefahren sondern direkt auf die Autobahn. Im Radio gab es dann immer wieder die selben Pressetexte. Über 60% Ausfall bei S-Bahn, 50% Ausfall bei Regionalexpressen. Man sollte bei Bahn.de schauen wie die Züge fahren. Aber auf die Aussagen sollte man sich nicht verlassen.

Die Situation auf den Autobahnen von NRW ist auch nicht unbedingt besser: Stau in allen Ausprägungen, zäh fließender Verkehr, genervte und entnervte Auto- und Schwerlastfahrer… So ähnlich wie Love Parade, nur größer und anders. Dafür gibt’s morgens mal fette 175km Stau, weiter wachsend.

Ich freue mich schon auf die Heimreise. Zumindest ist es heute in der Firma ziemlich leer.

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