Flock 1.1 in deutsch

Der Community-Browser Flock hat eine neue Minor-Version. Nach nur einigen Wochen kam auch schon die deutsche Lokalisierung. Scheinbar ist englisch sofort bereit, spanisch katalanisch und vielleicht französisch kommt gleich danach und deutsch ist die böse Sprache.

Was die Versionsnummer ausmacht? Es gibt jetzt auch Unterstützung für Webmail-Accounts von Yahoo! und Gmail. Und man kann Bilder jetzt auch zu Picasa hochladen.

Ich verwende Flock immer noch gerne zum bloggen und zum Hochladen von Bildern. Flock ist das beste Programm nach dem offiziellen Flickr-Uploader. Was allerdings immer noch nicht funktioniert ist das übliche: WordPress darf sich die Login-Daten nicht per Cookie merken, das deutsche Wörterbuch ist nicht enthalten und wird regelmäßig deaktiviert, die eingebaute Update-Funktion funktioniert nur wenn man viel Glück hat.

UPDATE: Google Watch Blog hat auch darüber berichtet.

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Ostern im Schnee

Ostern im SchneeDas ist sowas von verrückt. Vor einer Woche waren noch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Zu Ostern gab es Schnee wie sonst nur zu Weihnachten. Heute gab es 17 Grad, in Süddeutschland über 20 Grad Celsius. Das ist sowas von verrückt.

Dazu habe ich in diesem Jahr schon zweimal mit Fieber und grippalem Infekt im Bett gelegen, einmal im Februar und dann im März. Das gab es früher nicht.

Die Helden in der Bochumer Jahrhunderthalle

Der vergangene Freitag war hart. Ich bin kurz vor fünf aufgestanden, war um sieben Uhr im Büro und hatte gerade mal fünf Stunden geschlafen. So weit, so gut. Abends hatte ich dann noch ein Konzert von „Wir sind Helden“ vor mir. Mein Motto: Mit Kaffee geht alles.

Die Anfahrt nach Bochum war einfach, die Jahrhunderthalle gut ausgeschildert. Kurz vor der Halle der übliche Stau, der Parkplatz war groß genug und die Gebühr von 2,50 EUR annehmbar. Insgesamt waren die Preise human, die Getränke auch zweifuffzich mit einem Euro Pfand.

Ich habe es das erste Mal auf einem Konzert erlebt, dass Ohrenstöpsel am Merchendising-Stand verkauft wurden. Also habe ich direkt zugeschlagen, was auch gut war. Die Akustik auf dem Konzert war genial. Die Bühnenshow einfach aber zweckmäßig. Die Jahrhunderhalle erinnert von außen an eine Mischung aus Kongress- und Einkaufzentrum. Von innen ist es eher eine Industriehalle. Die Halle ist so groß, dass vorn die Bühne aufgebaut ist und in der Mitte und hinten ungefähr sechs Stände mit Getränken aufgebaut sind.

Die Vorband „The Amber Light“ war ganz gut. Zwei Gitarren, ein Schlagzeug und ein Sänger, der sich zwar keine Texte merken muss, dafür aber die Akkorde im Griff hat. Die Texte waren sehr eingängig und man kann leicht mitsingen. Anders gesagt, die Texte passen auf eine Postkarte.

Die Helden waren geprägt von Judiths Erkrankung. Sie hat sich bereits am Anfang für ihre heisere Stimme entschuldigt und versprach, das mit einer besseren Show-Performance wieder wettzumachen. Was man als Konzertgänger bei den Helden lernt: Man muss mitmachen. Verschiedene Figuren sind möglich: Das Korallenriff, die winkende Hand, die Faust, etc. Nachdem diese Figuren kommuniziert und geübt sind, geht Judith nochmal kurz die weiteren Figuren durch und mir kam’s zunächst so vor, als ob es irgendetwas Improvisiertes darstellt. Später kam es zu einem Deja-Vu: „Nur ein Wort“ wird auch in einer gehörlosen Version dargeboten. „Dein Schweigen ist ein Zelt, stellst es mitten in die Welt…

Bei der ersten Zugabe bin ich fast eingeschlafen. Das meine ich auch nicht böse, ich war einfach zu müde als Judith eine leise Ballade geträllert hat. Bei der nächsten Zugabe gab es eine kurze Lesung aus dem Buch der Helden, was zunächst nicht jedem im Publikum gefallen hat.

Neben den Helden sind „Die Piloten“ auf der Bühne, die ein Band-in-Band-Erlebnis hinterlassen. Die drei Bläser sind so gut in die Lieder integriert, als ob es niemals anders war. Sie führen von Jazz über Pop bis Ska und treiben darüber hinaus noch eine verdammt gute Bühnen-Performance und Choreographie.

Alles in allem war das Konzert spitze, Judiths Krankheit fiel kaum ins Gewicht. Nur das Publikum war stellenweise nervig. Genau vor mir standen zwei Familienväter, die ihre kleinen Töchter genau in unsere Sicht halten mussten. Andererseits war ich nicht der Jüngste auf dem Konzert, darüber muss ich inzwischen dankbar sein.

Meine neue Super-Kamera

Nachdem meine letzte Kamera, eine Canon IXUS 500, gestohlen wurde, brauchte ich eine neue. Ich habe bereits vorher nach einer Ausschau gehalten, allein weil die IXUS dem nächsten Urlaub nicht gerecht werden wird. Allerdings bin ich fündig geworden: Eine Canon PowerShot SX 100 IS.

Das IS steht für „Image Stabilizer“ und bedeutet, dass mein Wackeln durch technische Mittel gedämmt wird. Das SX soll angeblich für Super Zoom stehen. Kann ich aufgrund des Zooms verstehen, aber das X… Zoom? Auf jeden Fall hat die SX 100 einen zehnfach optischen Zoom. 10fach! Meine alte IXUS hatte gerade dreifach. Zudem geht die ISO-Skala der SX 100 hoch bis 1600.

Die Funktionen der Kamera sind unendlich minus eins. Das Handbuch wurde vorausschauend nicht gedruckt sondern auf CD beigelegt. Allein das deutsche Handbuch zur Kamera umfasst mehr als 200 Seiten; jede Funktionen kurz – fast philosophisch umfasst. Die Aussage des Handbuchs: Finde es selber heraus! Probiere, teste, mach einfach!

Dabei sind die Funktionen nicht zu unterschätzen. Der Programm-Wähler an der Kamera hat ein „M“: Manuell-Programm. Die Kamera ist offiziell eine Kompakt-Kamera, sie lässt aber deutlich in Richtung SLR schnuppern. Im Manuell-Modus kann man nicht nur die Verschlusszeit und die ISO-Empfindlichkeit einstellen, auch die Blende kann man frei wählen und auch die Blitzintensität. Das Non-Plus-Ultra: Der Fokus ist auch frei einstellbar!

Beim Fokus bin ich leider schon beim Negativen angelangt. Von der IXUS bin ich es gewohnt, dass das gesamte Bild ausgewertet wird um den Fokus-Punkt zu finden. Immer ein Problem wenn Baumäste im Spiel sind und der Hintergrund scharf sein sollte. Die SX 100 hat nur einen Fokuspunkt: Die Mitte. Oder: Der Gesichtserkenner. Die Canon kann Gesichter erkennen, bis zu neun. Diese Gesichter werden dann verfolgt und als Fokus verwendet.

Kann man, soll man die SX 100 mit einer IXUS vergleichen? Die IXUS ist klein, verschwindend, kleiner als eine Zigarettenschachtel; die SX 100 ist schon etwas klobiger, griffiger. Die IXUS ist nett, die SX 100 ist hammer. Ein Foto mit ohne Licht braucht man mit einer IXUS ohne Blitz nicht versucht. Die SX 100 hat eine größere Optik, es kann also auch mit weniger Licht arbeiten. Licht ist ein gutes Stichwort: Der Blitz wird manuell dazu geschaltet, indem der Blitz aufgestellt wird. Zusätzlich kann ein weiterer Blitzschuh gekauft und montiert werden. Hatte ich erwähnt,dass man die Intensität einstelle kann?

Die Fotos sind acht Megapixel groß – wenn man will. Dazu ist es fast sinnlos, dass Canon eine 32 MB-SD-Karte zur Kamera gelegt hat. Es passen schätzungsweise 8 bis 10 Fotos auf die Karte, wenn man Abstriche macht auch mehr. Die 4 Gigabyte SDHC (Class 6) Karte macht Spaß in der Kamera – in meiner Wii und dem PC ist die Karte nicht lesbar. Für den Live-Betrieb macht es Sinn, 2 GB-Karten zu kaufen und AA-Akkus statt Batterien einzusetzen. Erst im Handbuch habe ich erfahren, dass man ca. 400 Fotos mit Batterien aber 1000 Fotos mit Akkus machen kann.

Ganz großes Kino ist der Lagesensor bei der Wiedergabe. Ein Bild im Querformat aufgenommen, ok! Hochformat?Kamera einfach um 90 Grad drehen – egal welche Richtung – und du siehst das Bild bildschirmfüllend auf dem Display. Das ist nur ein Schimmer von der Vielfalt der Kamera. Zwölf Programmarten – von Manuell über Auto, Szenenautomatik bis Video – ist ein weiterer Schimmer. Um die Kamera ganz zu kennen, braucht man Wochen. Der Geschmack nach DLSR bleibt und wird weiter geschürt. Für meine Bedürfnisse wird die Kamera bis auf weiteres reichen.

Der vierte Philharmonische Ball in Essen

Am 29. Februar 2008 gab es den Ball in der Philharmonie Essen zum vierten Mal. Wie im letzten Jahr gab es zwei Kapellen im großen Alfried-Krupp-Saal im eine Jazz-Kapelle im RWE-Pavillon. Allerdings gab es auch manches, was nicht wie im letzten Jahr war.

Die Besucherzahl hat sich von 1600 auf 1800 erhöht. Für mich neu in diesem Jahr ist der dritte Saal in der zweiten Ebene des Saalbaus. Neu ist auch, dass nicht Tanzschule Overrath sondern Tanzschule Lenz die Debütanten stellt. Im letzten Jahr war ich einer der Debütanten. Und ich war sowas von im Eimer durch Grippe in diesem Jahr.

Die diesjährigen Debütanten hatten nach einem zügigen Einmarsch eine sehr schöne Choreographie, die Tanzpaare war jung aber trotzdem sehr koordiniert und diszipliniert. Sage und schreibe drei WDR Teams (.u.a „A40“) waren an dem Abend den Debütanten und dem Ball auf der Spur, dazu noch zahlreiche Vertreter der Lokalpresse.

Und wie es sich gehört, gab’s wieder Bürgermeister und Industrielle, Kleider und Anzüge.

Ganz schön ins Schleudern gekommen

Zu meinem dreißigsten Geburtstag habe ich von meinen lieben Freunden einen Gutschein für ein ADAC Fahrerintensivtraining geschenkt bekommen. Heute war nun endlich der Tag, den Gutschein in die Tat umzusetzen. Meine Freundin hat sich kurzentschlossen gestern noch eingeschrieben und wir teilen unseren Tigra auf der Piste.

FSZ Grevenbroich FSZ Grevenbroich

Der Tag fing früh an, der Wecker hat um 5 Uhr geschellt. Mit dem Berufsverkehr, dem Osterreiseverkehr und den Baustellen auf den Autobahnen musste ich um viertel vor sieben losfahren. Das hat leider nicht ganz geklappt, trotzdem sind wir noch pünktlich im Fahrsicherheits-Zentrum in Grevenbroich angekommen.

Die Theorie-Einheiten sind kompakt und man kommt schnell auf die Strecke. Dort wird man schnell sehr intim mit seiner Bremse und wird an elementare Dinge der Fahrschule erinnert: Die perfekte Sitzhaltung. Die Praxiseinheiten bauen auf einander auf. Man bremst, man bremst nass, man lenkt, man lenkt nass, bremst und lenkt nass… und schließlich: Die Platte. Man schleudert unvermittelt nach links oder rechts auf nasser Fahrbahn.

FSZ Grevenbroich FSZ Grevenbroich

Der ganze Tag von 8:30 bis 18:00 Uhr nimmt einen ganz schön mit. Adrenalin, Konzentration, Anstrengung in Armen und Beinen, vor allem beim Bremsen. Dafür gibt’s mittags in der Gastronomie ein sehr passables Mittagsessen, das sein Geld wert ist. Allerdings sollte man sich eine Butterstulle und eine Flasche Wasser einpacken. Der Kaffee für einen Euro, das Wasser für zwei Euro, das geht ins Geld über den Tag gerechnet.

Alles in allem ist der Kurs unbedingt empfehlenswert, Trainer und Teilnehmer waren prima, die Strecke in Grevenbroich ist eine der besten. Was habe ich gelernt? Vorsichtiger fahren, Gefahren vorher vermeiden, Sommerreifen sind schlechter auf nassem Grund als Winterreifen. Und: 205’er Reifen haben ein schmaleres Profil auf der Straße als 195’er Reifen. Klingonisch, ist aber so.

FSZ Grevenbroich