DVB-T2 Umstellung in Deutschland

Seit der Einführung von DVB-T, dem digitalen TV-Empfang über die Hausantenne, ca. 2006 hat sich einiges getan, vor allem an der Übertragungstechnik. Hauptvorteile bei DVB-T damals waren, dass man das verrauschte analoge Signal gegen rauschfreie, digitale Bilder getauscht hat und mehr Sender pro Kanal übertragen konnte. Statt fünf oder sechs Sender bekam man etwa 20 Sender, öffentlich-rechtlich und private wie RTL und Pro7. Die privaten Sender waren seit den 1980’ern bereits auf der Antenne empfangbar und haben sich hauptsächlich durch Werbung finanziert. Damals gab es noch so wenig Werbung, dass man Spiele wie „Pronto Salvatore“ einschieben musste um Werbeplätze zu füllen. Heute kann es nicht genug Werbung geben.

DVB-T ist seit Ende März 2017 abgeschaltet und nach etwa 10 Jahren gibt es jetzt den neuen Standard DVB-T2. Dies beinhaltet neue Standards, die noch mehr Bildqualität versprechen und mit konkurrierenden Anbietern auf Kabel und Satellit gleichziehen. Alle Sender sind nun in HD empfangbar. Wobei der Marktanteil von Empfang über Antenne etwa bei 10% liegt im Gegensatz zu 40% jeweils bei Kabel und Satellit. Hat man sich damals einen neuen Fernseher gekauft oder eine sogenannte Settop-Box, so muss man jetzt wieder in den Laden laufen und wieder Geld auf den Tisch legen. Oder muss man? Hier ein paar Alternativen zu DVB-T2.

Alternative 1: Kabelfernsehen

Zunächst einmal das gute Kabelfernsehen. Hier bekommt man für 17€ bis 25€ eine sehr große Anzahl an Sendern, viele davon auch in HD. In vielen Haushalten ist das keine Frage, da der Vermieter hier bereits die Infrastruktur gelegt hat und der Kabelanschluss gezahlt werden muss. Hat man keinen Kabelanschluss im Haus, wird die Diskussion mit dem Vermieter nötig. Ergo: Wer Kabel hat, nutzt es, wer kein Kabel hat wird es auch so schnell nicht nutzen können.

Alternative 2: Satellitenempfänger

Satellitenempfänger lassen sich meist schnell und einfach auch in einer Mietwohnung installieren. Gerade wenn man ausländische Sender empfangen möchte, bietet es sich an. Antenne und Reciever sind mit etwa 150€ zu taxieren, zusätzlich 150€ für den Aufbau. Also unterm Strich 300€, dazu kommen ca. 70€ im Jahr wenn man die digitalen, privaten Sender wie RTL und Pro7 schauen möchte. Hierzu benötigt man eine HD+ Karte, die man in den Reciever stecken muss.

Alternative 3: Internet TV

Gibt es da nicht etwas mit Internet? Die großen Internet-Anbieter Telekom und Vodafone bieten seit geraumer Zeit IPTV an, das ist digitales Fernsehen übers Internet. Das Bild ist gestochen scharf, man kann auf die eingebaute Festplatte aufnehmen oder in der Mediathek Filme ausleihen. Telekom bietet aktuell für sein Entertain TV eine Gutschrift für das erste Jahr an, regulär kostet das Paket 10€ mit 20 HD Sendern oder 15€ mit 45 HD Sendern. Vodafone TV liegt genau in der Mitte mit 80 Sendern, davon 28 in HD, für 9€ im Monat. Wenn man seinen Internet-Anschluss bei Vodafone oder Telekom hat, kann IPTV einfach dazu buchen, wechselt man den Anbieter können gegebenenfalls noch Zusatzkosten hinzukommen. Es gibt auch weitere Anbieter, die Fernsehen über das Internet streamen, zum Beispiel Zattoo, MagineTV oder waipuTV. Die Kosten variieren hier pro Anbieter und sind knapp 10€ im Monat.

Umstieg auf DVB-T2 HD

Was machen wir mit Oma? Sie hat kein Internet, das Haus hat kein Kabelfernsehen und Satellitenempfänger will sie nicht. DVB-T hat ihr gereicht um die Gerichtssendungen auf RTL und Sat1 zu schauen. Jetzt zeigt der Fernseher nur noch schwarzes Bild. Also muss man in den Laden laufen und DVB-T2 kaufen, auf bekannt als Freenet TV. Der Name hier ist allerdings ein Euphemismus, Free bedeutet hier mitnichten kostenlos. Wir zahlen für Werbefernsehen. Immer. Überall.

Egal ob man sich einen Reciever oder direkt einen neuen Fernseher kauft, man muss auf die Symbole achten. DVT-T2 HD erkennt man am neuen, grünen Logo. Das Video wird mit HEVC bzw. H.265 kodiert. Dies ist in Deutschland besonders, möchte man mit dem Reciever auch nach Österreich oder andere Nachbarländer, sollte der auch H.264 unterstützen. Der Reciever muss zusätzlich auch freenet unterstützen, sonst bleibt man auf öffentlich-rechtliche Sender beschränkt. freenet verschlüsselt die privaten Sender und für das Entschlüsseln sind ca 6€ im Monat fällig. Der neue Reciever wird mit etwa 80€-100€ zubuche schlagen, kann dafür aber auch je nach Ausführung Programme auf USB aufnehmen und wiedergeben. Ideal wenn man den Tatort man eben pausieren möchte um in die Küche zu gehen.

Vor- und Nachteile

Egal was man macht, man muss pro Fernseher bezahlen. Kabelfernsehen im Wohnzimmer und kostenfreies DVB-T im Schlafzimmer funktioniert jetzt nicht mehr. IPTV ist kostengünstig, dafür sollte das Internetkabel aber beim Fernseher liegen. Freie Anbieter wie Zattoo streamen auch per Wifi auf das Handy, zur Anzeige auf dem Fernseher benötigt man zusätzlich einen Amazon FireTV Stick oder Google Chromecast für jeweils ca 40€. Möchte man mobil sein, etwa im Garten oder Wohnwagen fernsehen, bietet sich DVB-T2 HD oder eine Satellitenanlage an, hier ist wie gesagt pro TV ein Reciever und eine monatliche Gebühr zur Entschlüsselung nötig.

Die günstigste Lösung

Wenn man nur öffentlich-rechliche wie ARD, ZDF, Ki.Ka oder arte schauen möchte, zahlt man am wenigsten. Sind Internet und PC oder Smartphone verfügbar, können die Kanäle über die App oder Webseite des Senders kostenlos gestreamt werden. Ausgewählte Beiträge sind auch in der Mediathek später nochmal zum anschauen. Hat man keinen Chromecast oder FireTV-Stick, werden hier 40€ einmalig nötig um die Sender auf den Fernseher zu streamen.

IPTV
Telekom Vodafone
Entertain TV Entertain TV Plus Vodafone TV
100 Sender (20 HD) 100 Sender (45 HD) 80 Sender (28 HD)
10 € mtl. 15 € mtl. 9€ mtl.

Hat man kein Internet aber hätte gern als eines, sind Telekom und Vodafone die Anbieter der Wahl. Wer nur fürs Fernsehen jetzt Internet bestellt, wird aber unnötig viel zahlen. Zusätzlich zum IPTV für etwa 10€ kommen nämlich noch die Kosten für das Internet mit etwa 30€ im Monat. Satellit oder Kabel bietet sich je nach Wohnung an oder auch nicht, die Kosten sind hier mit 20€ im Monat (inklusive Geräte und Installation) vergleichbar.

Möchte man mobil sein, kein Internet haben, dann fährt man den DVB-T2 HD Zug: Reciever für 80€ bis 100€ oder (wenn der Fernseher den DVB-T2 Standard versteht und eine CI+ Karte aufnehmen kann) 70€ für das CI+ Modul. Dazu kommen 6€ im Monat für die Entschlüsselung der privaten Sender. Wie gesagt: Wichtig ist es, hier nicht nur auf das DVB-T2 HD Logo zu achten sondern auch auf freenet wenn man private Sender empfangen möchte.

Vodafone am Bahnhof Zoo

Endlich hat Vodafone es auch geschafft, emotionale Werbung zu erstellen. Die Telekom hat es vorgemacht und Blumen in einer Stadt regnen lassen. Jetzt wird man mit Vodafone zum Held.

Die Musik von David Bowie alleine trägt schon viel Emotion. Die Talking Heads in dem Spot sind allerdings Understatement pur. Man erkennt oder kennt die Personen nicht, wie zum Beispiel Sascha Lobo, Robert Basic und weitere in der Szene bekannte Blogger, Extremsportler Jürgen Mühling, Musiker und Interner-Star Ragnar Sólberg, quasi jede Person in dem Spot ist eine Internetpersönlichkeit.

So findet man natürlich den Weg zum jungen Publikum. Man ist hip, ja fast schon modern. Und man kann ein Held für einen Tag werden. Schöne Musik!

Allerdings peinlich wenn das alte Publikum, so wie ich, den Song kennt. Gerade die Version, in der David Bowie den deutschen Text singt. Dann denkt man auch an Bahnhof Zoo, Prostitution, Drogensumpf und den Ausweg in einer Überdosis. Alles zu sehen „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“, dem Film über das Leben der Christiane F.

Überraschend, dass ein Weltkonzern wie Vodafone das Lied nicht auf diese Referenzen geprüft hat. Oder es ist egal gewesen. Ich weiß zufällig, dass Coca Cola sehr genau auf Zusammenhänge zwischen Musik und Marke wacht und es nicht akzeptieren würde mit Gangster-Rappern Werbung zu machen oder in Zusammenhang gebracht werden möchte.

Am Ende bleibt eine emotionale Internet-Kampagne von Vodafone, die tatsächlich im Jetzt angekommen zu sein scheinen. Hier noch ein wenig „Making-Of„.

BILD.de macht frei … von Hintergrundwissen

Als ich mich nach den neuesten Uri-Geller-Aufgedeckt-Videos umgeschaut habe, bin ich peinlicherweise auf dieses Video gestoßen:

Da sagt eine 9live-Moderatorin mit dem IQ knapp über Zimmertemperatur zu einem Anrufer, der in wenigen Stunden arbeiten gehen muss und zu müde ist (klar, um 3 Uhr morgens) folgenden schwerwiegenden Satz: „Arbeit macht frei“.

Ich gehe nicht davon aus, dass sie wusste, was sie gesagt hat. Das ist auch gar nicht der Punkt. Diese getragene Stimme des Kommentators verursacht bei mir Pickel und dann noch ein vollkommen sinnfreier Text:

„‚Arbeit macht frei‚ ist die Parole, die über dem Konzentrationslager Ausschwitz stand.“ Oh… mein… Gott…

  1. Es heißt nicht „Aus Schwitz“ sondern Auschwitz (polnisch Oświęcim) wie „AU“ und dann „SCHWITZ“. Aus-Schwitz ist wahrscheinlich ein rechtsradikaler Saunaklub.
  2. Die Parole stand nicht nur in Auschwitz sondern auch in Dachau und Buchenwald.

PS: „Neuer Nazi-Skandal“ ist eine reißerische Umschreibung, dass BILD in den Medien mit der Lupe und viel Eigeninteresse einen Skandal künstlich aufbauscht, den sie mit dem Dschungelcamp aufgebaut haben: DJ Tomekk und der Nazigruß. Wie peinlich ist das denn? Aber das gab es doch schon mal, da hat BILD verzweifelt Bilder gesucht, auf dem die World Trade Center Twin-Tower mit einem Flugzeug zusammen zu sehen sind, damit man einen terroristischen Hintergrund konstruieren kann.

Wandel im Konsumverhalten

Als ich vom Saturn gehört habe, dass man Schluss macht mit „Geiz ist geil“, hatte ich mir mehr davon versprochen. Es wurde einfach nur der „Claim“ ausgetauscht: „Blue“ gegen Veronica Hugo, die nackt und digital verfremdet die Vorlieben und Abneigungen der Marketingabteilung vorträgt.

Der Weg ist allerdings erkennbar: Weg vom billig um jeden Preis, hin zu Qualität zum günstigen Preis. Dazu passt auch die TV-Kampagne von IKEA. Dort wird das Leben eines Jungen gezeigt wie er aufwächst und zum Studenten mutiert und die rustikal-dunkle Holzküche bleibt und bleibt. Gut, das war bei uns auch so, wir hatten ja nichts damals. Die Werbeaussage ist: eine Küche für unter 5000 Euro kann 25 Jahre halten.

Ein anderes Beispiel ALDI, die kürzlich einen 4seitigen Hochglanzbeileger in den Zeitungen hatten. Dort die schöne Welt der Unterhaltungselektronik vom PC bis zum Großbild-Fernseher. Die Produktfotos der meist in schwarzer Klavierlack-Optik gehaltenen Produkte erinnert eher an Apple Inc. als an schmierige Gemüsetheken. Durch die Bezeichnung der neuen Produktlinie bekommt der exklusive Anstrich noch ein Ausrufungszeichen: Medion Life. Klingt wie Lifestyle, sieht so aus, ist trotzdem ALDI.

Ich wundere mich, ob die Menschen jetzt wirklich mehr verdienen als 2000, als der Geiz-Wahn anfing. Ob die schöne neue Produktwelt wirklich auch die Qualität hält, die vermittelt wird und ich frage mich, wann Service wieder groß geschrieben wird. Außer der Elektronik-Kette „Expert“ wirbt niemand mit Beratung. So steht man in IKEA, ALDI, Saturn und Media Markt auch meist alleine da. Wenn das Angebot überall vergleichbar ist und der (anspruchsvollere) Kunde die Definition von Qualität gelernt hat, muss es ein weiteres Unterscheidungsmerkmal geben.

Was macht eigentlich… Willi Thomczyk

Gestern war Allerheiligen und ich hatte dringend einen Wellness-Tag nötig. Sauna, zelebrierten Aufguss, Anwendung, das komplette Programm. Nach Einbruch der Dunkelheit war ich dann noch kurz beim letzten Aufguss des Tages in der Kelo-Sauna. Stockfinster, aber beim Rausgehen habe ich Willi Thomczyk getroffen.

Der volksnahe Schauspieler aus Wanne-Eickel hat sich sehr rar gemacht in letzter Zeit. Nach der Anschuldigung der sexuellen Nötigung von teilweise minderjährigen Schauspielschülerinnen, war seine Karriere bei „Die Camper“ vorbei. Seit dem hat sich laut seiner Webseite auch kaum noch etwas getan.

Beim Rausgehen habe ich ihn dann nochmal mit seinem Macbook im Vorraum gesehen. Aber ich möchte keine bösen Gerüchte streuen. Hoffentlich kommt er wieder bald auf die Beine. Auch wenn er nicht unbedingt das Zeug hat, sich dem Publikum zu verkaufen, wie sein Auftritt bei „Zimmer frei“ (Archive.org) gezeigt hat.

Schnatternde Betty

Letztens habe ich eine Betty Fernbedienung bei tchibo gesehen. Sie sah ja gut aus, aber der Text sah zweifelhaft aus. Als ich mich auf der Webseite informiert habe, kamen mir arge Zweifel.

Die Fernbedienung telefoniert nach Hause. Zitat der Betty-Werbeseite:

Keine Telefongebühren
Betty telefoniert zu verschiedenen Anlässen mit der Betty-Zentrale. Dies können z.B. die Übermittlung von Spielergebnissen, Bestellungen etc. oder auch Softwareupdates sein. Dabei werden 0800, 01925 und 0900 Nummern der Betty-Zentrale angewählt. Diese Anrufe werden einmal nachts zwischen 1 Uhr und 6 Uhr durchgeführt, es sei denn, das Angebot erfordert eine sofortige Übermittlung (z.B. Voting). In allen Fällen trägt Betty TV die Verbindungskosten, es entstehen keine Telefongebühren für Sie.

Kann ich die Sätze nochmal in Zeitlupe? „(…) 0800, 01925 und 0900 (…) es entstehen keine Telefongebühren“. Jetzt glaube ich der Wikipedia endgültig nicht mehr, wo geschrieben steht, dass zum Beispiel alle 0900’er Nummern (09001, 09003, 09005, 09009) kostenpflichtige Mehrwertrufnummern sind.

Habe ich am Anfang gesagt, dass es eine Fernbedienung ist? Und ihr wundert euch über Mehrwertrufnummern. Jetzt die ganze Geschichte. Diese „interaktive“ Fernbedienung reagiert auf Signale vom Sender und kann zum Beispiel Quizzfragen stellen oder euch an Verlosungen teilnehmen lassen. Oh, Moment, das kostet ja wieder Geld! Hmm, was sagt die Werbeseite?

Kostenpflichtige Spiele
Ein Anteil von maximal 30% der Aktionen auf Betty ist kostenpflichtig. Die Teilnahme an kostenpflichtigen Spielen ist freiwillig, die typischen Beispiele kennen Sie aus dem TV: Votings, Gewinnspiele, Faxabrufe usw. Die Gebühren dieser Spiele werden immer angezeigt, Ihre Einwilligung wird vor der Teilnahme ausdrücklich abgefragt. Wenn Sie überhaupt nicht an kostenpflichtigen Spielen teilnehmen wollen können Sie solche Angebote leicht ignorieren und trotzdem viel Spaß mit Betty haben.

Die „maximal 30%“ finden sich wiederholt im Text, scheint eine Forderung der Gesetzgebung zu sein. „Faxabruf“ per Fernbedienung, aber nur wenn die auch bei 30 Grad schleudert. Und die Aussage „wenn Sie nicht teilnehmen möchten, ignorieren sie es“ kann man auf alle Arten von Türdrückergeschäften, E-Mail-Spam und den Futzies vom Wachtturm übertragen.

Man muss bei Installation übrigens seine gesamten Lebensdaten von Postanschrift, E-Mail-Adresse und Kreditkarten-Information angeben. Hübsch. Dabei ist nicht einmal sichergestellt, dass mein TV-Verhalten nicht gegen mich verwendet wird und ein Benutzerprofil von mir angelegt wird.

Die Diskussion über Betty in Blogs wird dann auch noch frech und plump von Mitarbeitern der beteiligten Firmen vom Arbeitsplatz aus mit guter Meinung versorgt. Soll das die Gesamtheit der Konsumenten beeinflussen? Möchte ich eine Fernbedienung, die weiß was ich wann gucke und welche Frühstücks-Cerialien ich kaufe? Möchte ich eine Fernbedienung, die das Verhalten nach Hause telefoniert? Möchte ich eine Frenbedienung, die einzig zum Zweck der Werbung vermarktet wird?

Ich bau mir doch auch keine Plakatwand ins Wohnzimmer, die mich mit der neuesten Werbung versorgt und mir kostenlos die Uhrzeit zeigt. Ich möchte kein Auto, dass mir sagt wenn ich zu schnell fahre und dass der Polizei auch mitteilt. Ich möchte keine Sofameilen sammeln, die ich mir in mein digitales Rabattmarkenheft einkleben kann, das ich nach 18 Monaten fleißigem beichten der Kaufsünden gegen einen Eierwärmer tauschen kann.

Dafür, dass ich an den „interaktiven“ Fragen teilnehme, kann ich Sofameilen bekommen. Diese kann ich wie bei Bonusprogrammen üblich eintauschen. Und bei Betty? Die Werbeseite:

Betty bei HappyDigits
Betty TV und das beliebte Bonusprogramm HappyDigits spielen gemeinsam im Team: Sammeln Sie mit Betty beim Fernsehen wertvolle Sofameilen und holen Sie sich dafür bei HappyDigits attraktive Prämien.

Für die Sofameilen, die Sie mit Ihrer Betty in Wissens-, Programm- und Ratespielen sammeln, bieten wir Ihnen in Kürze die Möglichkeit, diese in die bekannten Digits einzutauschen. 14 Sofameilen entsprechen einem Digit.

Also ein starker Partner. Fehler entdeckt? Nochmal in Zeitlupe… „Für die Sofameilen (…) bieten wir (…) in Kürze die Möglichkeit, (…) diese einzutauschen.“ Die Betty ist seit Januar auf dem Markt, wird seit März beworben, hat 2006 die Markteinführung in der Schweiz gehabt und „in Kürze“ kann man Punkte tauschen? OK, dafür darf man sich aber dem nächsten Datensammler, den HappyDigits in den Hals werfen.

PS: Betty macht Sendeschluss.