Banaroo in Essen getroffen… und Theo West

Bana-wer? Erinnert sich keiner? „Dubi Dam Dam“? Weine nicht, denn man kennt sie nicht, damm damm. Kamen aus einer RTL II Serie, hatten 2005 ihren Charthit und wenn Wikipedia nicht lügt, haben die Kollegen gerade wieder eine Scheibe draußen: „Ba Yonga Wamba„. Ich liebe internationale Texte.

Hätte ich mich vorher informiert, hätte ich gewusst, dass die vorm Saturn in Essen stehen sollen. Obwohl die hundert Meter vom Saturn weg waren. Wahrscheinlich wollten die die Kunden nicht vergraulen. Stimmen wie „Wer sind die denn?“ und „Ich kenn‘ die nicht, ich will die auch gar nicht kennen“ find ich zu fies. Da ist endlich mal eine Castingband über fast zwei Jahre zusammen und machen trotzdem noch Musik. Soll das mal ein Superstar aus der Bohlen-Show nachmachen. Oder ein Elzholz.

Theo West habe ich auch noch in der Fußgängerzone rumlaufen sehen. Er hatte irgendein Bild von einem Mann, wahrscheinlich unbekannter Schauspieler, in der Hand und hat netten Menschen fiese Fragen gestellt. Bin weitergegangen. Seit mein Interview zur Sonnenfinsternis mit (wie hieß er gleich?) Thomas Koschwitz nicht gesendet wurde, habe ich mit den Medien gebrochen.

Warum war ich überhaupt in der Stadt? Ich musste mir noch ein frisches Arbeitsgesetzbuch für meine Prüfung morgen kaufen. Wünscht mir alles Gute!

PS: Koschi, wenn du das liest: Der Himmel fällt einem nicht auf den Kopf weil die Sonne kurz nicht zu sehen ist! Und ein Moment der Stille war’s auch nicht, weil alle euphorisch geklatscht, geschrieen und gepfiffen haben. 😛

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Onetimer, Continuous Shots: Filmeinstellungen ohne Schnitt

Im Kino ist es meistens eine Schlüsselszene, in der es eine lange Kameraeinstellung ohne Schnitt gibt. Dass diese „Continuous Shots“ sehr kompliziert und aufwändig sind, kann einem auffallen wenn man mal ein „Making of“ gesehen hat. Eine Szene, die 10 bis 30 Sekunden lang ist, muss mehrfach gedreht werden weil der Darsteller den Text vergessen hat, im Hintergrund jemand hustet oder die Kameraeinstellung verrutscht.

Bei einem Onetimer muss alles sitzen. Die gesamte Szene wird minutenlang gedreht, die Kamera, meist eine Steadycam, bewegt sich durch das Set und vor, neben und hinter der Linse warten Darsteller auf den passenden Einsatz. Hochkonzentriertes Kino. Das erinnert fast an klassisches Theater, bei dem man auch nicht nach einem Versprecher noch mal neu anfangen kann. Dafür bewegt sich auf der Theaterbühne auch nicht der Zuschauer wie die Kamera nah am Geschehen.

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Stefan Raab too white and nerdy

Gestern habe ich durch Zufall zu Stefan Raab gezappt und blieb hängen als er Werbung für Segway gemacht hat. Jetzt macht Stefan nicht nur Werbung für seine eigenen Projekte (demnächst wird wieder geboxt), sondern lässt sich auch von Firmen die Sendezeit ausstatten. Ich gehe auch davon aus, dass die Firma sich in irgendeiner Form erkenntlich gezeigt hat, damit ihr Produkt gezeigt wird. Wer GEZ-Gebühren bezahlt hat, darf sich übrigens auch die Promotion im ZDF anschauen, die eine Woche zuvor lief.


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Online-Videorekoder

Ich musste mich ärgern. Als ich eine meiner Lieblingsserien, „Dr. House“, mal wieder vergessen habe in der nächtlichen Wiederholung aufzunehmen. Nachts läuft weniger Reklame, dadurch wird die Aufnahme kürzer. Meist schaue ich zu der Zeit von „House“ nämlich die „Desperate Housewives“, danach „Grey’s Anatomy“ (auch „Grey´s Atonomy“ genannt) und danach bin ich so müde, dass ich eh schon schlafe. Da nützt mein DVB-T-Stick auch nichts, wenn ich den Rechner nicht anschalte und programmiere.

Dumme Sache, das. Was hilft? „House“ auf DVD. Sicherlich. Das ist teuer, dafür solide. Nächste Möglichkeit: Videorekorder. Hallo? VHS? No way. Da bekam ich einen Tipp von einem Kollegen, es gebe Online-Videorekorder.

Diese Angebote sind klare Grauzonen und funktionieren nur durch Ausnutzung von Hintertüren im Urhebergesetz zur Ermöglichung von Privatkopie und Aufzeichnung des Rundfunks. Deswegen verlinke ich nicht direkt auf die Angebote.Weiterlesen »

VW in da house

Bei uns läuft zurzeit ein sehr schöner Werbespot für VW Golf im Fernsehen. Alles drin was ich mag: er ist emotional, hat Witz und eine überraschende Wendung. Der „Love is in The Air“-Spot kommt ursprünglich aus Dänemark Norwegen, bei uns ist dann schließlich noch ein deutsches Nummernschild montiert worden.

Regie: Mathis Fürst, Monster Commercials, Oslo; Agentur: Bates Red Cell, Oslo.

Die Werbeagentur musste den Klassiker von John Paul Young mit einer aktuellen Remix-Version mischen und abstimmen. Den Job übernahm MassiveMusic, die schon Erfahrung mit Musik in Werbung haben, u.a. für Volvo und Nokia. Derzeit im Fernsehen auch mit der EU-Kampagne gegen Rauchen, kürzlich mit der „Adidas +10“-Werbung („Titan, Titan… Ohne Abwehr ist nichts mit Titan“). MassiveMusic zeichnet sich durch hohen „Feel“-Faktor aus.

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Der Komponist meiner Kinderserien tot

Hey, hey, Wickie! Hey, Wickie, hey!“ So klang es damals vor etwas mehr als zwanzig Jahren im Ferienprogramm des ZDF. Nur am Rande: Damals hatte ich auch die ersten Auftritte von Anke Engelke und Bastian Pastewka miterlebt.

Aber es geht um jemand anderen: Karel Svoboda. Er begann laut tschechischer Medienberichten Selbstmord und hinterlässt Frau und Kinder. Anfang des Monats veröffentlichte die Prager Zeitung noch einen Bericht über sein Lebenswerk und seine Komponien, die eigentlich alle meine damaligen Kinderserien abdeckt.