Soundtrack my Life of this Week

Ich habe schon vereinzelt über mein Berufsleben gebloggt, allerdings immer so, dass man es möglichst nicht zurückverfolgen kann oder sich die richtigen Leute falsch verstanden fühlen. Allerdings war diese Woche und die Woche davor und auch die nächsten Wochen sehr anstrengend und wir arbeiten alle nur für den Sonnenaufgang.

Der Soundtrack der Woche war eigentlich von Daft Punkt „Technologic“, weil am Ende habe ich mit nichts anderem zu tun. Vielleicht häng ich die Branche irgendwann an den Nagel, geh in den Wald und schnitze Stühle, aber bis dahin „Surf it, scroll it, pose it, click it“.

Irgendwo in meinem überladenden Hinterkopf, den dem 24/7 kleine Gnome versuchen, die Gedanken und Erinnerungen zu ordnen und zu verbinden, während ich neue Mails lese und Meetings halte, hatte ich etwas aus der taz liegen, das sich kritischer mit stumpfer Arbeit auseinander gesetzt hat. Allerdings, der zuständige Gnom hatte noch eine Kiste auf diese Gedanken gestellt, da kam ich nicht dran.

Eine von mir hoch geschätzte Kollegin aus der Musik-Abteilung hat mir dann folgendes Video zugeschickt:
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5. Philharmonischer Ball in Essen

Wie kann man einen großen Ball organisieren? In Essen hat man Erfahrung damit. In diesem Jahr fand der fünfte Philharmonische Ball in der Essener Philharmonie statt. Zahlreiche Prominente und Politiker sowie die High Society und der Mittelstand von Essen treffen sich einmal im Jahr in Abendgarderobe und feiern einen rauschenden Abend in Walzer und Swing-Boogie. Insgesamt waren es in diesem Jahr wieder fast 1500 Besucher.

Am 27. Februar 2009 begann der Ball pünktlich um 22 Uhr mit dem Konzert, das nicht durch den neuen Intendanten Johannes Bultmann eröffnet werden konnte, da er mit Grippe im Bett bleiben musste. Auch Michael Kaufmann, der in früheren Jahren immer eröffnete, war aus verständlichen Gründen nicht anwesend. Die Aufregung über seine Absetzung als früherer Intendant hält immer noch an.

Den Auftakt in dieser Nacht um fast 23 Uhr hatten die 80 Debütanten der Tanzschule Lenz – auch ich war damals Debütant, als diese noch von der Tanzschule Overrath gestellt wurden. Weitere Höhepunkte des Abends waren die Tänzer des Grün Gold Bremen und das Tanzpaar Markus Weiss und Isabel Edvardsson.

Weitere Links:

Herausgewachsen

Dass ich mich entwickle, ist mir etwa im Alter von 7 Jahren aufgefallen. Klar, ich hatte immer neue Worte gelernt und konnte auch immer besser mit den vielen Beinen und Armen umgehen, die zunächst nur in der Nase und im Mund pulen konnten. Allerdings hatte ich in diesem kindlichen Alter zuerst gemerkt, dass ich anders war als noch zuvor. Ich war gewachsen.

Hosen passten nicht mehr und wurden zu klein. Diesen perfiden Schwerz meiner Eltern kannte ich schon. Lieblingskleidung wurde – kaum hatte man sich damit angefreundet – in einen rätselhaften blauen Sack geschmissen und war nie wieder gesehen. Allerdings an diesem Tag, damals in den 1980’ern war es noch anders.

Man vergleicht sich immer mit der Umwelt. Immer; früher, jetzt und auch demnächst! Dieser verdient mehr, jener ist größer, der andere hat einen Scheißjob. Früher verglich ich mich auch mit Nachbarskindern. Man verliert das Interesse an Lego und interessiert sich für Playmobil, danach Matchbox, danach Mickey Mouse.

An jenem denkwürdigen Nachmittag, in der Mitte der 80’er Jahre, hatte ich meine alten Playmobil-Figuren herausgekramt. Und sie sind kleiner geworden. Kleiner! Wie geht das denn? Zu heiß gewaschen wie mein Lieblingspulli? Oder durch verrückte Wissenschaftler geschrumpft wie im Kino? Nach einigem Nachdenken habe ich es endlich im gesamten Ausmaß begriffen: Ich wachse und entwickele mich.

Dieser Schritt in der eigenen Evolution ist jetzt 25 Jahre her. Seit dem habe ich mich mittelmäßig an das Konzept des Entwickelns gewöhnt. Freundschaften können sich entwickeln, Krankheiten, Probleme, Geld, Zukunft, Karriere. Nahezu alles entwickelt sich. Quasi von selbst, da die genauen Zusammenhänge entweder zu einfach oder zu kompliziert sind. Und letztens ist mir aufgefallen, dass sich auch meine Sicht auf Dinge und Standards entwickelt.

War ich früher noch zufrieden, wenn ich im Restaurant eine Bedienung bekam, die mich nicht perdu angesprochen hat, bin ich heute erst zufrieden wenn es eine passable Beratung, angenehmes Ambiente und qualitativ sehr gute Gerichte gibt. Als ich letztens wieder beim Maredo war, gab’s nichts davon. Der hemdsärmlige Stil der Bedienung war dabei am charmantesten. Dass das Steak sein Geld nicht wert war und alle Beilagen zusätzlich zu teuer waren, haben mein Wohlgefühl nicht gesteigert. Für das Geld hätte ich viermal besser bei McDonalds essen können.

Manchmal ist es auch schade, dass man sich entwickelt. Ich wäre gern mit weniger zufrieden.

Vorreiter-Filiale von McDonalds

Ich werde vielleicht noch darüber bloggen, dass ich mich im Fitness-Studio angemeldet und auf 12 Monate verpflichtet habe. Allerdings kann ich zunächst erzählen, wie es dazu kommen konnte. Trotz besserem Wissens durch „Dokumantarfilme“ wie „Super Size Me“ habe ich dann doch hin und wieder beim Goldenen Emm diniert.

Es ist so einfach, beim Heimweg eben noch im Meckes vom Düsseldorfer Hauptbahnhof einzukehren und für zwei Euro zwei Cheeseburger auf die Kralle zu ziehen. Allerdings hat sich der Preis seit zwei Woche drastisch erhöht! Cheeseburger bei McDonalds im Düsseldorfer Hauptbahnhof kostet 1,10 EUR! Ein Euro zehn!

Das sind immerhin zehn Prozent plus. So ungefähr wie auch mein Plus beim BMI. Hängt das zusammen? Scheibar scheint sich in diesem Meckes noch mehr abzuspielen, so soll es dort auch Menüs geben, die es woanders (noch) nicht gibt. Die „Einmal Eins“ wird bald durch den „Freuro“ ersetzt.

Wer in die Zukunft schauen möchte oder gar die Zukunft verändern möchte, gehe JETZT nach Düsseldorf und mache dort seiner Meinung einen Kanal. Cheeseburger für 1,10 EUR ohne uns!

Deutschland im Schnee, alles kaputt

Bereits seit Anfang des Jahres wussten wir, dass der Winter in Deutschland einbrechen soll. Schauermärchen von 20 Grad Celsius unter Null. Wer soll das denn glauben? Pünktlich zum offiziellen Arbeitsbeginn am 5. Januar fing das Debakel an: 20 Zentimeter Neuschnee in Essen.

Die Straßen konnten nicht rechtzeitig von Schnee und Eis befreit werden. Also gab es keinen öffentlichen Personennahverkehr, keinen Bus und keine Straßenbahn. Kurzerhand bin ich dann zu Fuß zum Hauptbahnhof gelaufen, mit dem Auto zu fahren ist auch keine gute Idee bei dem Wetter. Am Straßenrand festgefahrene LKW. Auf dem Bürgersteig, der meist nur um Personenbreite geräumt war, kam man sich in Kolonnen entgegen. Ab und an gab es auch mutige, die mit dem Fahrrad unterwegs waren.

Am Bahnhof das gewohnte Bild: Überforderte Bahnangestellte und verspätete Züge. Ich bin schließlich mit einem freigegebenen ICE gefahren, der doppelt so lange gebraucht hat. Alleine 30 Minuten stand der dämliche Zug vor Duisburg.

Einen Tag später gab’s dann die Krönung: Zuerst waren Anzeigen, dass die Züge 30, 60, 70, 90 Minuten Verspätung haben. Also habe ich einfach mal gewartet. Allerdings kamen keine Züge nach Düsseldorf, dazu waren die Stellwerke und Schienen vereist.

Zeitung zum Jahresabschluss

Gestern wurde mir meine Zeitung im Abonnement nicht geliefert. Das passiert schon mal ab und an. An Brückentagen ist meist ein anderer Bote unterwegs und übersieht das Haus. Irgendeiner der Boten hat mir das Stigma mit Permanent-Stift auf den Briefkasten gemalt: TAZ.

Rheinskaja Gazeta
Rheinskaja Gazeta

Aber mein Briefkasten war trotzdem nicht leer, ich fand die Rheinskaja Gazeta, wie ich gelernt habe die erste russische Wochenzeitung. Auch die kommt aus der WAZ-Gruppe, der größten regionalen Zeitungsgruppe. Die WAZ bringt mir die TAZ, obwohl beide Zeitungen erstmal nüscht miteinander zu tun haben.

drei Buchstaben, vier Antworten
drei Buchstaben, vier Antworten

Vor einiger Zeit bekam ich regelmäßig statt der TAZ die FAZ von der WAZ. Erst als ich angerufen hab, hat man mir die gewohnt dünne und verdauliche Tagespost zugesandt. Wegen der fehlenden TAZ habe ich gestern also den Leserservice angerufen und am selben Tag wurde das Wochenend-Exemplar zugestellt.

Die WAZ, die wir auch noch beziehen, hatte einen wohlmeinend amüsanten Jahresrückblick in Quiz-Aufmachung. Allerdings hat dort die Schlussredaktion versagt. Oder der verantwortliche Redakteur hatte sich vergeblich bei der Quiz-Redaktion für „Wer wir Millionär“ beworben.

Statt drei Antwortmöglichkeiten gibt’s auf einmal vier. A, B, C oder C? Zudem wirkt keiner der Alternativen wirklich vertrauenerweckend.