Reise nach Jerusalem

Florians persönlicher Blog

Zeitung zum Jahresabschluss

Posted by Florian - 28. Dezember 2008

Gestern wurde mir meine Zeitung im Abonnement nicht geliefert. Das passiert schon mal ab und an. An Brückentagen ist meist ein anderer Bote unterwegs und übersieht das Haus. Irgendeiner der Boten hat mir das Stigma mit Permanent-Stift auf den Briefkasten gemalt: TAZ.

Rheinskaja Gazeta

Rheinskaja Gazeta

Aber mein Briefkasten war trotzdem nicht leer, ich fand die Rheinskaja Gazeta, wie ich gelernt habe die erste russische Wochenzeitung. Auch die kommt aus der WAZ-Gruppe, der größten regionalen Zeitungsgruppe. Die WAZ bringt mir die TAZ, obwohl beide Zeitungen erstmal nüscht miteinander zu tun haben.

drei Buchstaben, vier Antworten

drei Buchstaben, vier Antworten

Vor einiger Zeit bekam ich regelmäßig statt der TAZ die FAZ von der WAZ. Erst als ich angerufen hab, hat man mir die gewohnt dünne und verdauliche Tagespost zugesandt. Wegen der fehlenden TAZ habe ich gestern also den Leserservice angerufen und am selben Tag wurde das Wochenend-Exemplar zugestellt.

Die WAZ, die wir auch noch beziehen, hatte einen wohlmeinend amüsanten Jahresrückblick in Quiz-Aufmachung. Allerdings hat dort die Schlussredaktion versagt. Oder der verantwortliche Redakteur hatte sich vergeblich bei der Quiz-Redaktion für „Wer wir Millionär“ beworben.

Statt drei Antwortmöglichkeiten gibt’s auf einmal vier. A, B, C oder C? Zudem wirkt keiner der Alternativen wirklich vertrauenerweckend.

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Großstadt Archäologe

Posted by Florian - 27. Dezember 2008

Zurzeit wird Essen umgebaut, vom Hauptbahnhof bis zur Innenstadt. Ähnlich wie bei mir zu Hause finden sich beim Aufräumen Dinge, die man seit Monaten oder Jahren nicht gesehen hat. Es ist ja nicht so, als ob man es vermisst hätte. Aber es erinnert schön an früher.

Dadurch, dass in Essen vieles aufgerissen, abgerissen und eingeebnet wird, kommen zum Teil recht alte und interessante Artefakte zutage. Die zu entdecken ist Glückssache wenn man nicht gezielt danach sucht. Und leider gibt’s auch kein Heimatmuseum, das die Findlinge dokumentiert oder archiviert.

Bei den Bauarbeiten am Essener Hauptbahnhof kommen uralte Artefakte zum Vorschein, unter anderem 30 Jahre alte Werbung.

Bei den Bauarbeiten am Essener Hauptbahnhof kommen uralte Artefakte zum Vorschein, unter anderem 30 Jahre alte Werbung.

Bundesbahn Reklame

Bundesbahn Reklame: Sonderfahrt nach Linz im August 1978 für 462 DM, Monatsticket für Tramper durch Deutschland für 198 Mark. Das waren noch Zeiten.

Am Porscheplatz sind Gebäude abgerissen worden und gaben so den Blick auf Werbung frei, die vor mehr als 40 Jahren für Bier und Möbel geworben hat.

Am Porscheplatz sind Gebäude abgerissen worden und gaben so den Blick auf Werbung frei, die vor mehr als 40 Jahren für Bier und Möbel geworben hat.

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Völkerverständigung

Posted by Florian - 22. Dezember 2008

Ich habe kürzlich auf YouTube einen sehr schönen Kanal gefunden, auf dem zwei Typen (Alex und Jim) in drei bis fünf Minuten Länge Videos produzieren und hochladen. Alex kommt aus Deutland, Jim aus… irgendwo aus USA halt. Und dort werden einzelne Aspekte der deutschen und amerikanischen Kultur und des Alltags beleuchtet und Unterschiede besprochen.

Gut für Leute, die einen längeren Aufenthalt in Nordamerika geplant haben oder für Frauen, die einen Freund in den USA haben, der möglicherweise bald nach Deutschland kommt… und hier bleibt… oder so.

http://www.youtube.com/user/walkaboutlanguages

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Auf dem Weg nach Mordor

Posted by Florian - 27. November 2008

Heute Abend kommt auf VOX „Der Herr der Ringe“. Dazu gibt’s in Düsseldorf verteilt – und sicher auch in anderen Städten – feinstes Guerilla-Marketing mit Aufstellern. Siehe Bild.

Auf dem Weg nach Mordor

Auf dem Weg nach Mordor

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Ekmek buldum, katık yok

Posted by Florian - 13. November 2008

Warum ist das eigentlich so? Wenn man Zeit hat, hat man kein Geld; wenn man Geld hat, hat man keine Zeit. Seltsam. Eigentlich synergetische Zustände scheinen sich im großen Plan des Schöpfers diametral gegeneinander auf der Zeitachse zu begegnen.

Die Versicherung, die ich habe, brauche ich nicht. Die, die ich brauche, habe ich nicht. Was ich suche, finde ich nicht. Was ich nicht suche, finde ich.

Um auf die Überschrift zurückzukommen, es ist ein türkisches Kinderlied, das meine multikulturelle Vergangenheit mir auf den Weg gegeben hat. Es handelt von der wechselseitigen Abwesenheit von Brot und Wurst, Holz und Streichholz, Geld und Geldbörse und irgendwas mit Feld.

Und die Leute, die mich dazu nötigen, mal wieder einen Blog-Eintrag zu schreiben (Zitat: „Ich hab wieder nichts Neues bei dir gesehen“ – welch metaphysische Aussage BTW), können jetzt gern befinden ob die Qualität nicht doch nachlässt.

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Essen wird umgebaut – der Verkauf geht weiter

Posted by Florian - 25. Oktober 2008

Und? Schon mal in meiner schönen Heimatstadt Essen an der Ruhr gewesen? In letzter Zeit? Ein Kollege von mir war am Hauptbahnhof von Essen und fluchte nicht schlecht und sprach mir aus der Seele. Das kann man doch in einer Stadt nicht machen! Essen wird gerade fast komplett umgebaut. Es erinnert mich in Grundzügen an Berlin, nur nicht so groß. Und vielleicht auch nicht so schön. Aber mit Sicherheit genauso bescheuert mit Baustellen gepflastert.

Der komplette Hauptbahnhof ist gesperrt. Täglich mehr als 130.000 Reisende, unterm Bahnhof eine U-Bahn mit acht Bahnsteigen und nebenan ein Busbahnhof. Das Drehkreuz für Reisende von und nach Essen. Alles teilgesperrt, umgezogen, verlegt, geschlossen.

Vogelperspektive Essen Hauptbahnhof

Vogelperspektive Essen Hauptbahnhof

Und trotzdem funktioniert alles weiter. Nebeneingänge sind als Rinnsale die einzige Einfalltore für die zahllosen Berufspendler. Ehemalige Solzialräume dienen als Bäckerei. Bauwagen als Kiosks. Der Busbahnhof ist umgezogen, die U-Bahn fast komplett geräumt.

Wofür macht man das? Essen will sich herausputzen. Essen ist Hauptstadt, also muss man auch aussehen wie eine Hauptstadt. Eine Kulturhauptstadt 2010. Das hat zur Loveparade 2007 auch niemanden interessiert. Die Hauptkundgebung fand in Sichtweite zum Berliner Platz statt, dem größten Bauplatz, den ich je gesehen habe. Das komplette Karstadt-Gebäude niedergerissen und zusammen mit Sinn zu einer Shopping-Mall wieder aufgebaut. Offenbar hat es niemanden interessiert. Offenbar hat sich niemand geschämt.

Für regelmäßige Pendler wie mich ist es eine Mischung aus Tortur und Abenteuer, täglich den Bahnhof nutzen zu müssen. Am Nebeneingang sind regelmäßig Bahn-Angestellte, denn das Reisezentrum ist auch nicht wirklich in Betrieb. Von einem Gleis zum nächsten zu kommen ist komplizierter als eine chinesische Bastelanleitung. Wilde Schilder lotsen einen in alle Richtungen.

Das kann doch nicht ernst gemeint sein! Das Innere des Bahnhofs ist in zwei Etagen gebaut. Unten kommt man rein, oben geht man zu den Gleisen. Kann man nicht erst die eine, dann die andere Ebene sperren und umbauen, damit der Haupteingang benutzbar bleibt? Und überhaupt, was tut sich da? Seit fast zwei Monaten ist alles zu, Arbeiter oder Arbeiten sind nicht zu erkennen. Nicht, dass die Zeit drängt. 2010 ist ja noch lange hin. Wenn man 2010 sagt, meint man sicher auch ENDE 2010.

Für mich sieht’s so aus, als ob man wieder die falschen Leute gefragt hat. Oder Geld sparen wollte. Mit dem jetzigen Elan wird man bis Ende 2009 nur eine Baustelle haben, die man der Welt stolz präsentieren kann. Die U-Bahn wurde bereits umgebaut und freundlicher gemacht. Nachdem die Wand-Platten ohnehin schon von alleine abgefallen sind, hat man alle abgenommen. Was darunter lag, war auch nicht schön, dafür hat man alles noch blau und gelb angestrahlt – fertig.

Das sieht so scheiße aus, dass ich mir fast schon wünsche, in Gelsenkirchen zu wohnen. Die U-Bahn dort sieht um Welten besser aus. Aber jetzt wird ja der komplette Unterbau des Essener Hauptbahnhofs renoviert. Ob es überflüssig, zu teuer oder nur falsch geplant ist, kann ich bis jetzt nicht sagen. Aber irgendwie hätte es doch nicht so dermaßen massiv sein müssen.

Siehe auch:

Essener Hauptbahnhof von außen

Essener Hauptbahnhof von innen

Essener Hauptbahnhof von innen

Baustellenschilder im Bahnhof

Geschlossene Geschäfte im Bahnhof

Geschlossenes Reisezentrum

U-Bahn in Essen wird umgebaut

U-Bahn in Essen wird umgebaut

U-Bahn von Essen

U-Bahn von Essen

U-Bahn wird umgebaut

U-Bahn wird umgebaut

Vom City Center zur Rathaus Galerie

Vom City Center zur Rathaus Galerie

Geschäfte schließen im City Center

Geschäfte schließen im City Center

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Über die YouPorn’isierung der Gesellschaft

Posted by Florian - 19. Oktober 2008

Ich arbeite in einer Firma, in der es gerade ziemlich spannend und interessant ist. Das kommt daher, dass wir eine andere Firma aufgekauft haben und auch Anteile an weiteren Unternehmen erworben haben. Star Wars würde sagen: „Ich spüre eine Erschütterung der Macht“. In Wirklichkeit regelt sich am Schluss alles von selbst. Da die Details dazu aber nur wenige Leute interessieren und auch einige Kollegen meinen Blog inzwischen kennen, soll das zur Einleitung reichen.

Porn

Porn

Eigentlich wollte ich mir mehr Gedanken über die YouPorn’isierung der Gesellschaft machen. Was meine ich damit? Für Heranwachsende, Jugendliche und junge Erwachsene ist Porno im Internet so einfach zu bekommen wie für mich damals das Ysp mit Gimmick. Bis zu einem gewissen Alter hat man als Mensch keine gefestigte Meinung und glaubt auch alles, was man gesagt bekommt. Das ist auch gut so, ansonsten würden Eltern aussterben und die Industrie der Strick-Hersteller eine Konjunktur erleben.

Fügt man beides zusammen kommt man auf das Phänomen, das ich meine: Man sieht im Internet, dass Sex schnell, heftig und extrem ist. Oder sein muss. Sonst ist man… langweilig, out… was auch immer. Das ist ein extremes Beispiel, zugegeben. Wenn bei YouTube sich jemand auf einem Skateboard die Haxen bricht, gibt es mit Sicherheit auch Nachahmer. Bis zurück in die Zeiten des jungen Werther, in der es auch – der Überlieferung zufolge – zum Suizid erschreckend vieler Leser infolge der Identifikation mit der Hauptfigur gekommen ist.

Man kann es auch modern kurz sagen: Wir glauben was wir sehen.

Und wenn ich jetzt gerade in die Welt schaue, sehe ich, dass der Ölpreis sinkt „aufgrund der weltweiten Rezession„. Dann sehe ich, dass Staaten Billiarden an Geld als Sicherung der Banken bereitstellen. Das sind enorme Summen, die man nur noch mit dem Gegenwert vergleichen kann, was es in der realen Welt wert ist. Und in der Werbung schreit mich die Abgeltungsteuer an. Wenn ich dann, morgens am Sonntag, den Kaffee ausgetrunken habe und über mein Leben nachdenke, was soll ich dann glauben?

Fakt ist doch, dass das Geld nicht weg ist. Eine Binsenweisheit der Böse: Geld ist nicht weg, es hat nur jemand anders. Fakt ist auch, dass es alle Nase lang eine Blase gibt, die platzt. Erinnert sich keiner an die DotCom-Blase, in der Milliarden US-Dollar an Risikokapital in einen aufstrebenden Markt geflossen ist bis er geplatzt ist? NEMAX, nie gehört? Jetzt sind es Hypotheken, die faul sind und wahrscheinlich nicht zurückgezahlt werden. Warum holen wir nicht Peter Zwegat?

Ich habe mit Sicherheit nicht den Durchblick und möchte auch nicht die Welt erklären. Aber: Die Welt ist nicht so einfach wie wir lesen. Es gibt einen chaotischen Schmetterlingseffekt, der einen Zusammenhang zwischen Hypothekenkrise in den USA und einem Abschwung in Asien und damit einer Absenkung des Ölpreises bildet. Oder doch nicht? Die Information, die uns in den Zeitungen und dem Fernsehen präsentiert wird, ist doch häufig nichts weiter als ein ungeprüftes Alibi von Schwerverbrechern. Ob wir eine globale Erwärmung und Klimakatastrophe haben oder nicht liegt auch im Auge des Betrachters. Wer es nicht selbst beweisen kann, muss glauben was er liest.

Werdet euch darüber bewusst, dass Glauben nicht Wissen ist.

Allerdings möchte ich einige Glaubensbekenntnisse auch nicht aufgeben. Ich glaube, dass uns Umweltzonen so wenig bringen wie Rußpartikelfilter. Ich glaube auch, dass betriebliche Mitbestimmung das Management nicht ändern kann. Ich glaube auch, dass es uns nicht so schlecht geht wie wir uns das einreden. Und ich glaube, dass man nicht alles glauben darf. Denkt mal darüber nach.

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Unserer Büropflanze geht’s gut

Posted by Florian - 31. August 2008

Unser Hybriscus treibt neue Blüten. Der Duft verteilt sich sanft in Raum und Klima.

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Google Street View Auto gesichtet

Posted by Florian - 26. August 2008

Jetzt konnte ich auch endlich mal ein Street View Auto live entdecken, wenn auch mit Abdeckung über der Kamera. Zudem hat es auch fein geregnet und es war auf der Autobahn. Heute morgen gegen 9 Uhr auf der A52 zwischen Essen und Düsseldorf.
Ich gehe davon aus, dass das Auto Richtung Düsseldorf fährt und dort die Stadt fotografiert.

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Renovieren wir doch gleich alles

Posted by Florian - 1. Mai 2008

Es fing alles so harmlos an. Ich fürchte, gräßliche Sachen fangen immer harmlos an. Der zweite Weltkrieg fing mit Sicherheit auch harmlos an. Also, es fing an mit einem Schimmelfleck an einer Außenwand in der Küche. Nicht großartig schlimm, erher harmlos.

Der Vermieter hat sich nicht gerade darum gekümmert, wir auch nicht. Irgendwann war der Schimmelfleck nun so groß wie ein fünfjähriges Kind. Dann kamen Handwerker. Die Küche wurde neu tapeziert und gestrichen, alles wunderbar.

Nun sind Handwerker eine besondere Form von Herdentieren. Der Meister bringt den Gesellen, der Fahrer bringt den Beifahrer, zum Maler gesellt sich auch noch ein Klempner. Der Klempner allerdings sollte auf der anderen Gebäudeseite für Durchfluss für den Abfluss sorgen. Hat er auch gemacht. Schnell, denn Zeit ist Geld. Kurz noch zu uns in die Wohnung sollte er.

Da unser Haus nicht am Hang liegt oder sonst Schieflage hat, ist natürlich die linke Seite genauso von Ablussproblemen betroffen wie die rechte Seite. Zeit dräng, mal eben gemacht, keine drei Worte später war er auch schon verschwunden. Wie er das so schnell gemacht hat, verstehe ich nicht; ich gehe davon aus, dass man inzwischen einen Enterprise-Transporter für Handwerker entwickelt hat. Ähnlich wie Tarnkappen für Verkäufer.

Der Klempner war weg, die Maler strichen, gingen, das Haus beruhigte sich. Das ganze Haus? Nein, denn unter uns (ich wohne im zweiten Stock) hatte der Nachbar Besuch von etwas H2O bekommen, und das hatte noch seine guten Kumpels aus dem Rohr mitgebracht: Schwarzer Schleim, Ablagerungen von Monaten, wenn nicht Jahren. Alles von uns nach unten gedrückt. Und alles was oben rein kommt… kommt unten wieder raus. Denkt mal darüber nach!

Naja, mein Nachbar war wenig besorgt. Er war auch nicht zu Hause. Aber als er dann doch zu Hause war, hatte er Spaß. Dreck, Wasser, Laminat, das ist eine Kombination für den Versicherungsbericht. Zum Glück konnte es der Klempner doch noch einrichten, zeitnah zu kommen um die Rohre im ersten Geschoss und Erdgeschoss zu befreien.

Wie kam ich jetzt darauf? Achja: Schimmel. In der Küche alles toppi, im Schlafzimmer ein kleiner Fleck an der Decke. Als dort die Tapete fachgerecht entfernt wurde, war klar warum der Fleck dort war: Ein kreisrundes Loch in der Decke verriet, dass ein Vormieter hier mindestens Kabel wenn nicht ganze Rohrleitungen vom Dachboden ins Schlafzimmer geleitet hat. Und dann noch weitere Flecken unten an den Außenwänden. Also auch das gesamte Schlafzimmer gestrichen. Langsam fühle ich mich wie in „Das Bild hängt schief“ von Loriot.

Schrieben ist es wenig spektakulär. Aber nochmal kurz erinnert: Küche wird renoviert, Schlafzimmer wird renoviert. Beide Räume sind leer. Logik fragt: Wo sind die Sachen hin? Das gesamte Wohnzimmer und das gesamte Arbeitszimmer sind voll mit Küche und Schlafzimmer. Ich hause inzwischen! Gut, bei der Gelegenheit habe ich dann noch den Boden in der Küche ausgetauscht.

Was bin ich froh, wenn der Mist hinter mir liegt. Was haben wir heute? Tag der Arbeit! Kommt hin.

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Essen, die Einkaufsstadt: Das neue Zentrum am Limbecker Platz

Posted by Florian - 6. April 2008

Essen die EinkaufsstadtWenn man am Hauptbahnhof von Essen ankommt und Richtung Einkaufsstraße schaut, sieht man auf dem Handelshof die großen Leuchtbuchstaben „ESSEN DIE EINKAUFSSTADT“. Diese Bezeichnung ist spätestens seit Eröffnung des CentrO in Oberhausen so eine Wunschvorstellung wie die Aktion Gelsenkirchens vor einigen Jahren, die in der Innenstadt Schilder mit der Aufschrift „Gelsenkirchen – Stadt ohne Gewalt“ aufgestellt hat.

Essen hat einiges zu bieten, aber als Einkaufsstadt habe ich es nie gesehen. Im Essener Zentrum gibt es drei Haupt-Einkaufsstraßen, die Kettwiger Straße, die Limbecker Straße und das City-Center am Porscheplatz. Diese Straßen bilden ein Dreieck und sind eher im alten Stil der Innenstädt aufgebaut. Das City-Center war ein mutiger Schritt in Richtung Shopping Mall: Eingeschössig, überdacht, einheitliche Ladenfront, im Untergeschoss eine Bus- und U-Bahn-Station.

Am Ende der Limbecker Straße findet sich das Karstadt-Gebäude wie ein Palast aus dem letzten Jahrhundert. Viele kennen es als Ausblick aus dem CinemaxX-Multiplex. Das Gebäude ist nicht nur steinalt sondern auch denkmalgeschützt. Trotzdem kam Karstadt ein Plan, Weltstadt zu werden. Die benachbarten Häuser von Karstadt und Sinn Leffers sollten abgerissen bzw. entkernt werden und es wird eine riesige Shopping Mall an die alte Stelle gesetzt.

Baustelle April 2007

Vorher - Baustelle im April 2007

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